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Reißt den VfB mit: Interimstrainer Nico Willig, der Stuttgart Hoffnung auf den Klassenverbleib gibt. Foto: dpa
Reißt den VfB mit: Interimstrainer Nico Willig, der Stuttgart Hoffnung auf den Klassenverbleib gibt. Foto: dpa
16.05.2019

VfB-Fans dürfen auf Klassenverbleib hoffen, aber nicht darauf, dass Willig bleibt

Stuttgart. Eine Ausbeute wie Nico Willig bisher hatte lange kein Stuttgarter Trainer. Dank zwei Siegen in drei Spielen kommt er auf einen Schnitt von zwei Punkten. Seit der Meisterschaft des VfB 2007 gab es das nicht.

In den beiden Heimspielen gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) und den VfL Wolfsburg (3:0) hat der VfB besser gespielt als je unter Willigs Vorgänger Markus Weinzierl. „Ich kann nur sagen, die drei Wochen, die wir mit Nico arbeiten, sind hervorragend“, sagte Kapitän Christian Gentner nach dem jüngsten Arbeitssieg. Sollte der Interimstrainer von daher nicht bleiben?

Für den 38-Jährigen selbst ist die Antwort klar: Auf jeden Fall. Aber wie abgesprochen geht er zurück zur U 19, die er zu einem Meisterschaftskandidaten machte. Im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft stehen die Stuttgarter bereits. „Wir haben die Vereinbarung, dass es anschließend genauso weiter geht wie vorher. Diese Vereinbarungen, das muss ich Ihnen sagen, das ist bei mir etwas Bindendes. Genauso, wie es für Thomas was Bindendes ist“, betonte Willig gestern im Hinblick auf die Abmachung mit Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. „Es geht für mich ganz klar darum, dieses Projekt, diesen Fokus jetzt hinzubekommen. Dann ist es gut, dann sind die Absprachen getroffen bis 2020. Und ich vermute: Anschließend gibt es die Bundesliga auch noch. Deswegen habe ich da jetzt keinen großartigen Zeitdruck in irgendeiner Form.“

Weitere Nachfragen verbat sich Willig gestern – freundlich, aber auch deutlich. „Das einzige Thema ist Schalke 04 und das Finale. Über alle anderen Dinge habe ich keine Zeit jetzt nachzudenken. Und übrigens: Nach der Relegation ist Urlaub mein Thema.“ Dann kommt wahrscheinlich Tim Walter vom Zweiligisten Holstein Kiel als neuer Trainer des VfB. Vor der Relegation tritt Stuttgart am Samstag noch zum für die Tabelle bedeutungslosen Liga-Spiel auf Schalke an (15.30 Uhr/Sky).

Public Viewing

Bundesligist VfB Stuttgart bietet fürs Relegations-Rückspiel beim Dritten der 2. Liga ein Public Viewing an. Für die Partie am Montag, 27. Mai, um 20.30 Uhr wird in der Cannstatter Kurve des Stadions eine Videoleinwand aufgestellt.

Den Besuchern entstehen Kosten von 5,50 Euro. Das ist der Mindestverzehr, den der Verein verlangt. Enthalten sind jedoch An- und Abfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Im Fernsehen sind beide Spiele nur kostenpflichtig bei Eurosport zu sehen.