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Nürnbergs Alexander Esswein (r) kämpft mit dem Stuttgarter Serdar Tasci um den Ball. Foto: dpa
Stuttgart - Nürnberg 2:2
22.10.2011

VfB Stuttgart erkämpft Remis gegen Nürnberg

NÜRNBERG. Der VfB Stuttgart hat sich am Samstag Nachmittag in Nürnberg ein 2:2 (0:1) erkämpft. Trotz durchschnittlicher Leistung reichte es den ambitionierten Schwaben zum Punktgewinn. Dennoch bleibt Nürnberg für den VfB um Trainer Bruno Labbadia ein unbequemer Kontrahent. In der Vorsaison verlor Stuttgart gegen Nürnberg sogar - das 1:4 im Februar ist für Labbadia immer noch die höchste Pleite im deutschen Oberhaus als VfB-Coach.

Routinier Timmy Simons (9. Minute) brachte den engagierten FCN mit einer Direktabnahme in Front. Dank eines umstrittenen Strafstoßes von Zdravko Kuzmanovic (61.) kamen die Gäste zum Ausgleich, nachdem Nürnbergs Philipp Wollscheid der Ball im Sechzehner unglücklich an die Hand gesprungen war. Der Unglücksrabe selbst machte seinen Fauxpas wieder wett und traf mit einem schulbuchmäßigen Kopfball (70.) zum 2:1. Doch der sträflich freistehende Mexikaner Maza (84.) sicherte den Gästen einen letztlich glücklichen Punkt.

Nach drei Siegen aus den jüngsten vier Spielen enttäuschte der VfB über weite Strecken und ließ zeitweise auch den unbedingten Willen vermissen, in Nürnberg etwas zu holen. Die Gastgeber dagegen strotzten vor Angriffslust. Allein in der ersten Halbzeit schossen die «Club»-Spieler zwölfmal aufs Tor - Saisonrekord für den FCN.

Bei strahlendem Sonnenschein, aber Temperaturen um den Nullpunkt in der Nürnberger WM-Arena stellten die Franken Stuttgart dank ihrer schnellen Offensivkräfte immer wieder vor Probleme. Innerhalb von knapp 60 Sekunden kam das Team von Dieter Hecking in der Anfangsphase zu drei guten Chancen. Robert Mak (8.) und Tomas Pekhart (9.) verfehlten jeweils, ehe der Belgier Simmons nach einem Durcheinander im Strafraum die Übersicht behielt und mit Karacho aus kurzer Distanz zum 1:0 traf.

Besonders den flinken Slowaken Mak bekamen die Gäste kaum unter Kontrolle. Immer wieder überlief der 20-Jährige Stuttgarts Außenverteidiger Arthur Boka - allein die Ausbeute ließ zu wünschen übrig. Unmittelbar vor der Pause verpasste auch Jens Hegeler den zweiten Treffer, als er einen Freistoß minimal über die Latte wuchtete.

Stuttgart präsentierte sich nach dem Ausfall des Russen Pawel Pogrebnjak (Bänderriss) mit Nationalstürmer Cacau in der Spitze zu harmlos. Ihre Gefährlichkeit demonstrierten die Schwaben vor allem bei Standardsituationen. Die Kopfbälle von Maza (30.) und des Österreichers Martin Harnik (40.) waren aber nicht platziert genug.

Nach der Pause trat FCN-Verteidiger Wollscheid in den Fokus: Der 22-Jährige hatte erst Pech, dass Schiedsrichter Markus Wingenbach sein Handspiel im Strafraum als absichtlich einstufte. Als er dann aber kurz darauf eine Ecke von Youngster Marvin Plattenhardt sehenswert einnickte, hatten die Nürnberger Fans ihm verziehen. DerJubel der FC-Anhänger verstummte, als Maza per Kopf für die Gäste ausglich. dpa/rfr