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Alles abverlangt hat der VfB mit Artem Kravets (in Weiß) den favorisierten Dortmundern (links Erik Durm, rechts Mats Hummels). Am Ende zogen die Gäste ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Foto: dpa
Alles abverlangt hat der VfB mit Artem Kravets (in Weiß) den favorisierten Dortmundern (links Erik Durm, rechts Mats Hummels). Am Ende zogen die Gäste ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Foto: dpa
09.02.2016

VfB Stuttgart für klasse Pokal-Kampf gegen BVB nicht belohnt

Im DFB-Pokalviertelfinale präsentiert sich der VfB Stuttgart zwar gut, aber die Schwaben unterliegen mit 1:3. Dortmunds Elf hat Mühe, die Stars zeigten aber dennoch ihre Klasse.

Auf Pierre-Emerick Aubameyang ist auch im Pokal Verlass: Angeführt von seinem erneut überragenden Top-Torjäger hat Borussia Dortmund zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Beim verdienten 3:1 (2:1) beim VfB Stuttgart traf Aubameyang (31. Minute) gestern zum 2:1 und bereitete die beiden anderen Tore des BVB vor. Marco Reus hatte nach fünf Minuten die Führung für den BVB erzielt. Lukas Rupp traf für das beste Rückrundenteam der Fußball-Bundesliga zum zwischenzeitlichen Ausgleich (21.). Henrich Mchitarjan (90.) sorgte nach feinem Zuspiel schließlich für die Entscheidung. So kassierte der VfB vor nur 46 500 Zuschauern die erste Niederlage nach sieben ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie.

„Der entscheidende Tick hat vielleicht gefehlt“, sagte VfB-Kapitän Christian Gentner. „Es hat Spaß gemacht, auch wenn mehr drin war“, sagte der frühere Dortmunder Kevin Großkreutz: „Ich glaube, ich habe kein schlechtes Spiel gemacht.“ Der starke Reus sagte: „Es war sicher kein leichtes Spiel für ihn.“ Außerdem bemerkte der Dortmunder Nationalspieler nach der Geduldsprobe: „In der zweiten Hälfte war das Spiel ein bisschen zerfahren.“

VfB-Trainer Jürgen Kramny hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 4:2 bei Eintracht Frankfurt auf drei Positionen verändert. Innenverteidiger Toni Sunjic spielte ebenso wie Stürmer Artem Kravets von Beginn an. Im Tor kam der Ex-Borusse Mitch Langerak zu seinem Pflichtspieldebüt für die Stuttgarter. „Ich denke wir sind relativ passiv ins Spiel gegangen“, sagte Kramny schließlich und fügte an: „Dortmund hat eiskalt zugeschlagen.“

BVB-Fans nutzten das Spiel für Proteste gegen die Ticketpreise: Viele gingen erst nach knapp 20 Minuten in den Gästeblock. Dort zeigten sie dann ein Banner, auf dem „Grosses Tennis“ zu lesen war. Danach warfen sie zahlreiche Tennisbälle auf das Spielfeld, weshalb die Partie kurz unterbrochen werden musste.

Die Mannschaften liefen wegen des schweren Zugunglücks bei Bad Aibling mit Trauerflor auf. Das Spiel begann nach einer Schweigeminute leicht verspätet.