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Der Start ist nicht völlig misslungen, doch entspannt kann VfB-Trainer Hannes Wolf nicht in die Zukunft sehen. Foto: Eisenhuth
Der Start ist nicht völlig misslungen, doch entspannt kann VfB-Trainer Hannes Wolf nicht in die Zukunft sehen. Foto: Eisenhuth
12.09.2017

VfB Stuttgart hat in Bundesliga noch Nachholbedarf

Stuttgart. Während Mitaufsteiger Hannover 96 (7 Punkte) super in die Bundesliga-Saison gestartet ist, deutet sich nach dem 1:3 des VfB beim FC Schalke 04 an, dass die Stuttgarter Fußballer wohl um den Klassenverbleib bangen müssen. Kapitän Christian Gentner stellte fest, der VfB sei ein Abstiegskandidat, wenn die Mannschaft die leichten Fehler nicht abstelle. Trotz positiver Ansätze gibt es Gründe, sich Sorgen zu machen.

Zweifel

Die Fehler: Vielen Spielern fehlt es an Bundesligaerfahrung. Dass Fehler in der deutschen Eliteliga schneller bestraft werden, wurde dem Team bei der zweiten Niederlage in der dritten Partie brutal vor Augen geführt. „Nach dem Hertha-Spiel haben wir schon zum zweiten Mal Lehrgeld bezahlt“, erklärte Gentner frustriert.

Fehlende Durchschlagskraft: Der VfB wirbelt in der Offensive, hat viele schnelle und technisch versierte Spieler und kommt so auch zu Chancen, meistens über die Flügel. Aber die Mannschaft baut noch nicht genug Druck auf und setzt dadurch Stoßstürmer Simon Terodde zu selten in Szene. Noch ist der Zweitliga-Torschützenkönig ohne Bundesligatreffer.

Die Liga: „Die Saison wird brutal schwer werden“, wiederholte VfB-Sportvorstand Michael Reschke nach der Schlappe in Gelsenkirchen und sah sich bestätigt. Auch betonte er, dass man als Aufsteiger in Berlin und Schalke durchaus verlieren könne. Es gibt in dieser Liga keine Gegner, gegen die ein Sieg des VfB als normal bezeichnet werden kann. Die Teams, die derzeit hinter Stuttgart stehen sind Freiburg, Bremen, Leverkusen und Köln.

Hoffnung

Demut vor der Aufgabe: Trainer Hannes Wolf und Reschke sind – ob abgesprochen oder nicht – ein passendes Duo, was die Analyse nach den Spielen betrifft. Während der Trainer zwar erklärte, er habe gute Dinge gesehen, aber ausschließlich über die Fehler sprechen wollte und er sich diese noch in der Nacht mehrfach auf Video angeschaut haben dürfte, erklärte Reschke, er habe durchaus Spaß am Spiel der Mannschaft gehabt. „Wie die Mannschaft nach dem frühen Rückstand zurückgekommen ist, wie sie kontrolliert gespielt hat, hat mir gefallen.“ Alle wissen, dass sie hart arbeiten müssen.

Die Bank: Einwechselspieler machen oft den Unterschied aus. Gerade in der laufintensiven Offensive kann Wolf ohne Qualitätsverlust wechseln. Anastasios Donis und Takuma Asano brachten auf Schalke zwar nicht die Wende, aber Belebung, nachdem sich die Kollegen müde gespielt hatten. Im defensiven Mittelfeld hat der Trainer ebenfalls viele Möglichkeiten.