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Drei gegen einen: den Mainzer und früheren VfB-Spieler Alexandru Maxim (Zweiter von links) wollen die Stuttgarter (von links Timo Baumgartl, Benjamin Pavard und Orel Mangala) im DFB-Pokal stoppen.  Foto: Calagan
Drei gegen einen: den Mainzer und früheren VfB-Spieler Alexandru Maxim (Zweiter von links) wollen die Stuttgarter (von links Timo Baumgartl, Benjamin Pavard und Orel Mangala) im DFB-Pokal stoppen. Foto: Calagan
18.12.2017

VfB Stuttgart hofft auf Trendwende und Pokalsieg gegen FSV Mainz 05

Stuttgart. Ein Fazit seiner ersten Bundesliga-Monate zieht Hannes Wolf erst nach dem letzten Spiel 2017. Auch vom möglichen Einzug des VfB Stuttgart ins Viertelfinale des DFB-Pokals hängt ab, wie der 36-Jährige auf die vergangene Halbserie zurückblickt. Vor dem Spiel am Dienstag beim FSV Mainz 05 (18.30 Uhr/ Sky) sagte Wolf: „Wir haben noch mal die Chance, das noch ein bisschen in die richtige Richtung zu drücken. Das werden wir versuchen.“

Im Blick zurück meinte er: „Die letzten fünf Spiele waren nicht gut, das stört. Der Rest des Jahres war aber cool.“ Nach vier Spielen ohne Tor und nur einem Punkt steht der Bundesliga-Rückkehrer mit nur 17 Punkten auf Tabellenplatz 14. Doch am Pokal-Abend rückt die Abstiegsgefahr in den Hintergrund. „Wir wollen unsere Gefühle oder meine Gefühle nicht zu hoch hängen, die werden wir schon in beide Richtungen wieder in den Griff kriegen“, sagte Wolf. Erst nach der letzten Herausforderung des Jahres nimmt sich der junge Coach und Familienvater Zeit für Ruhe und Weihnachtsstimmung.

Das Mainzer Fußball-Team befindet sich in einer ähnlichen Situation, nur durch ein glückliches 2:2 bei Werder Bremen sprangen sie vom Relegationsrang. „Mehr auf Augenhöhe gibt es nicht“, sagte Wolf. Er bangte vor dem Training um den Einsatz von Stürmer Simon Terodde. „Bei Simon müssen wir abwarten.“ Der schwächelnde Torjäger hatte sich beim 0:1 in der Bundesliga gegen den FC Bayern München eine Rippenblessur zugezogen.

Teroddes Leistungs- und Tor-Krise ist ein Grund für die Offensivprobleme der Schwaben. In bislang 17 Liga-Spielen haben die Stuttgarter nur 13 Mal getroffen, Verstärkungen im Winter sind angedacht. Die 1,273 Millionen Euro, die es im Viertelfinale zu verdienen gibt, könnte der VfB gut gebrauchen,

Fürs Pokal-Spiel schloss Wolf nicht aus, Abwehrspieler Marcin Kaminski wieder in den Sturm zu beordern. Schon in der zweiten Halbzeit gegen die Bayern hatte der Coach nach Teroddes Ausfall zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen. Möglicherweise wird Kaminski aber doch eher auf seiner angestammten Verteidiger-Position spielen, da Benjamin Pavard nach seinem Nasenbeinbruch ausfällt.