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Option für das VfB-Mittelfeld: Der ghanaische Nationalspieler Ebenezer Ofori (links). Foto: dpa
Option für das VfB-Mittelfeld: Der ghanaische Nationalspieler Ebenezer Ofori (links). Foto: dpa
Gilt als großes Talent: Der Kroate Josip Brekalo (Mitte), hier noch im Dress des VfL Wolfsburg.  Foto: dpa
Gilt als großes Talent: Der Kroate Josip Brekalo (Mitte), hier noch im Dress des VfL Wolfsburg. Foto: dpa
Jérôme Onguéné wechselt vom FC Sochaux zum VfB Stuttgart. Foto: dpa
Jérôme Onguéné wechselt vom FC Sochaux zum VfB Stuttgart. Foto: dpa
31.01.2017

VfB Stuttgart holt drei neue Spieler an einem Tag

Der Dienstag war der Tag der schnellen Entscheidungen beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart. Teilweise monatelang hatte der Verein in ganz Europa Spieler beobachtet. Wohl überlegt müssen Transfers getätigt werden, denn es kann am Ende auf jeden Akteur, auf jede Aktion ankommen. Der VfB will im Sommer wieder Bundesligist sein. An der Tabellenspitze der 2. Bundesliga stehen drei Teams mit jeweils 35 Punkten – Hannover 96, Eintracht Braunschweig, VfB Stuttgart. Am Dienstag aber durfte nicht gezögert werden. Um 18 Uhr schloss das Transferfenster.

Nachdem die Schwaben in der Winter-Periode zuvor lediglich Julian Green für 1,5 Millionen Euro vom FC Bayern München verpflichtet hatten, schlugen sie am Dienstag noch drei Mal zu. VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser blieb dabei seiner Linie treu, Spieler zu verpflichten, die nicht nur kurzfristig den Kader verstärken, sondern auch eine längerfristige Perspektive haben. Im optimalen Fall sollen sie beides bieten. Jérôme Onguéné (FC Sochaux) ist 19, Ebenezer Ofori vom (AIK Solna) 21 und Josip Brekalo (VfL Wolfsburg) 18 Jahre alt. „Er passt hervorragend in unsere konzeptionelle Ausrichtung“, erklärt Schindelmeiser zu Brekalo – könnte diesen Satz aber auch über die beiden anderen Neuzugänge sagen.

Der kroatische U-21-Nationalspieler Brekalo wechselte im vergangenen Sommer von Dinamo Zagreb nach Wolfsburg, kam dort in der Hinrunde aber nur auf vier Kurzeinsätze. Mit der Verpflichtung des Flügelspielers reagiert der VfB auch auf die Muskel-Verletzung von Tobias Werner, der Trainer Hannes Wolf noch einige Wochen fehlen wird. Der Leihvertrag gilt zunächst bis zum Saisonende, sollte der VfB aufsteigen, verlängert er sich automatisch bis zum Sommer 2018.

Onguéné besitzt sowohl die französische als auch die kamerunische Staatsbürgerschaft, läuft jedoch für das französische U20-Nationalteam auf. Mit ihm holt der VfB für geschätzte 2,5 Millionen Euro – plus einer weiteren Zahlung im Fall des Aufstiegs – bis 2020 den gewünschten Innenverteidiger. „Er ist jung, talentiert und möchte sich beweisen. Ein weiterer Spieler, den wir von unserem eingeschlagenen Weg überzeugen konnten“, sagt Schindelmeiser über den U-19-Europameister, der offenbar auch von anderen Clubs, unter anderem Girondins Bordeaux und Norwich City, umworben war. Die Einigung gelang erst ganz knapp vor Schließen des Transferfensters.

Auch bei Ofori musste sich der VfB gegen Mitbewerber durchsetzen. Für den defensiven Mittelfeldspieler, der auch auf der linken Abwehrseite spielen kann, überweist der Verein geschätzte 1,5 Millionen Euro nach Schweden. Der Linksfuß weilt derzeit noch mit der ghanaischen Nationalmannschaft beim Afrika-Cup in Gabun und wird anschließend in Stuttgart erwartet. „Er ist ein wendiger, lauffreudiger und spielstarker Linksfuß und wurde von uns über einen längeren Zeitraum beobachtet“, sagt Schindelmeiser über das Talent, das der VfB bis zum Sommer 2020 an sich bindet. Dass er vielseitig einsetzbar ist, „war in der Beurteilung des Spielers sehr wichtig für uns.“

Maxim bleibt

Für Spielmacher Alexandru Maxim hatte sich bis Dienstag kein Abnehmer gefunden. Auch ein Wechsel des ausgemusterten Stürmers Boris Tashchy zerschlug sich. Der Ukrainer war unter anderem bei Arminia Bielefeld mit Stuttgarts Ex-Coach Jürgen Kramny und beim FC Erzgebirge Aue im Gespräch. Nun gehört er dem Kader des Stuttgarter Regionalliga-Teams an. So blieb es bei den Abgängen von Philip Heise, Stephen Sama und Toni Sunjic.