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Erfolgsgaranten beim VfB Stuttgart: Trainer Jürgen Kramny, Filip Kostic, Artem Kravets und Przemyslaw Tyton .   DPA-Archi
Erfolgsgaranten beim VfB Stuttgart: Trainer Jürgen Kramny, Filip Kostic, Artem Kravets und Przemyslaw Tyton . DPA-Archi
19.02.2016

VfB Stuttgart reitet auf Erfolgswelle

Der VfB Stuttgart reitet auf der Erfolgswelle. Mit vier Siegen in Serie und 11:4 Toren legte der Fußball-Bundesligist zuletzt den besten Rückrundenstart in der Vereinsgeschichte hin. Die Euphorie ist riesig. Cheftrainer Jürgen Kramny muss aber, nach eigenem Bekunden, „nach wie vor nichts und niemanden bremsen.“ Personelle Änderungen wird der 44-Jährige am Sonntag (17.30 Uhr, Sky) beim Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04 kaum vornehmen. „Da war zuletzt vieles gut“, nennt er die Gründe.

Eine Analyse:

Filip Kostic

Der serbische Nationalspieler hat schon in der Vergangenheit immer wieder gute Spiele gemacht. Unter Kramny kommt der 23 Jahre alte Mittelfeldmann nun aber seit Jahresbeginn voll zur Geltung. „Filip hat die Mischung gefunden zwischen dem, was er nach vorne machen darf und dem, was er nach hinten machen muss“, berichtet sein Coach über den „Spieler, der den Unterschied ausmachen kann“ – und das derzeit auch tut. Ein Wechsel ist derzeit kein Thema mehr. Kostic hat noch einen bis Ende Juni 2019 datierten Vertrag.

Artem Kravets

Der ukrainische Nationalspieler kam in der Winterpause auf Leihbasis zum VfB. Am Wochenende wird es für ihn ein Wiedersehen mit Younes Belhanda geben. Wie der Schalker spielte auch Kravets in der Hinrunde noch für Dynamo Kiew. Der Stürmer ist nach kurzer Eingewöhnungszeit auf Augenhöhe mit Youngster Timo Werner – Kramny spricht von „50:50“ und berichtet mit einem Augenzwinkern, dass „Artem den Ball gegen Berlin absichtlich durchgelassen hat, damit Kostic zum 2:0 abschließen konnte.“ Zusammen mit Martin Harnik hat der VfB ein Sturm-Trio, das den Ausfall von Daniel Ginczek (Reha nach Kreuzband-OP) kompensieren kann.

Przemyslaw Tyton

In der Hinrunde noch der Sündenbock ist der polnische Nationaltorhüter ein ganz entscheidender Faktor für den aktuellen Erfolg des VfB. Gegen Berlin verhinderte „Titti“ mit einer Glanzparade die Gästeführung durch den ehemaligen VfBler Vedad Ibisevic – und wurde vom Stuttgarter Anhang danach erstmals so richtig gefeiert. Kramny weiß, was er an seiner Nummer 22 hat: „Er rettet uns die Situation, wenn man ihn braucht. Da muss man sich keine Sorgen machen, dass etwas passieren könnte.“

Flügelzange

Neben Kostic über links ist auch Lukas Rupp über rechts derzeit ein Garant für den Erfolg. „Er hat ein enormes technisches Potenzial, dribbelt sehr gut und ist dadurch ein exzellenter ,Ballhalter“, lobt Kramny den 25-Jährigen und ergänzt: „Lukas und Filip sind ganz unterschiedliche Spielertypen. Dadurch sind wir sehr variabel, und das beschäftigt den Gegner.“ Nur der souveräne Spitzenreiter FC Bayern München stellt derzeit ein noch torgefährlicheres Mittelfeld als der VfB Stuttgart.

Wenn nun aber einer glaubt, sich auf seinen Lorbeeren ausruhen zu können, liegt er bei Kramny definitiv falsch. Persönliche Ziele, so etwa die Teilnahme mit der Nationalmannschaft an der EM im Sommer in Frankreich, gilt es, hinten anzustellen. „Alle müssen sich voll auf den VfB konzentrieren“, fordert der neue Stuttgarter Kommandogeber. Wie groß der Konkurrenzkampf derzeit ist, zeigt die Tatsache, dass Daniel Didavi nach seiner Gelb-Rot-Sperre keine Startplatz-Garantie von Kramny bekommt.

Mögliche VfB-Aufstellung: Tyton - Großkreutz, Schwaab, Niedermeier, Insúa - Serey Dié - Rupp, Gentner, Didavi, Kostic - Werner