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Der VfB Stuttgart meldete sich mit dem Sieg gegen Mainz zurück. Foto: Bernd Weißbrod
Der VfB Stuttgart meldete sich mit dem Sieg gegen Mainz zurück. Foto: Bernd Weißbrod
09.05.2015

VfB Stuttgart schöpft dank Didavi Hoffnung - Zittersieg gegen Mainz

Trotz einer dürftigen Vorstellung vor 54 300 Zuschauern in der Stuttgarter Arena haben die extrem harmlosen Mainzer den Klassenverbleib praktisch gesichert.

«Jetzt haben wir eine Qualifikation gegen Mainz. Dann folgt ein Halbfinale gegen Hamburg und am Ende kommt das Finale in Paderborn», hatte Sportvorstand Robin Dutt der «Stuttgarter Zeitung» in einem Interview gesagt, «das sind Spiele wie im Pokal – Endspiele.»

Und dafür holte sich der VfB Unterstützung. Kurz vor dem Anpfiff sendete der Traditionsverein Mutmacher per Video-Botschaft der beiden Mexikaner Pavel Pardo und Ricardo Osorio, die Mitglieder der letzten Stuttgarter Meistermannschaft von 2007 waren.

Stuttgarts Trainer Stevens wechselte nach dem 2:3 beim FC Schalke zweimal. Für Georg Niedermeier und Alexandru Maxim durften Antonio Rüdiger und Daniel Didavi von Beginn an ran. Für Spielmacher Didavi war es nach langwierigen Knieproblemen der erste Einsatz in der Anfangsformation seit dem 0:0 am 20. Dezember 2014 gegen den SC Paderborn. Für Vedad Ibisevic indes war kein Platz im Kader.

FSV-Coach Martin Schmidt vertraute nach der Roten Karte gegen Daniel Brosinski beim 1:2 gegen den HSV auf Stefan Bell als rechten Außenverteidiger. Über diese Seite brach aber immer wieder Filip Kostic durch - das erste Mal in der fünften Minute, doch seine Vorlage bekam Didavi in Rücklage nicht mehr unter Kontrolle.

Die Stuttgarter traten keineswegs wie ein potenzieller Absteiger auf. Mit Mumm und Tempo liefen sie gegen die Mainzer Deckung an. Der sehr agile Didavi (16.) feuerte den nächsten Warnschuss ab, ehe er in der 35. Minute aus rund 23 Metern nur den linken Pfosten traf. Zwingend waren die Schwaben jedoch nicht, Rüdiger offenbarte in der Defensive immer wieder Unsicherheiten.

Konsequenz ließen auch die Mainzer vermissen, die offensiv kaum in Erscheinung traten. Ihnen ging es offensichtlich nur noch darum, den Klassenverbleib endlich rechnerisch perfekt zu machen. Vom früheren Stuttgarter Shinji Okazaki, der sich beim FSV zum Goalgetter entwickelt hat, war kaum etwas zu sehen.

Nach dem Wechsel blieb der fünfmalige deutsche Meister vom Neckar am Drücker. Erst Didavi mit einem Kraftakt aus der Distanz sorgte für Erleichterung. Seinen Aufsetzer konnte Lorius Karius nicht abwehren - klarer Torwartfehler. Unter Applaus wurde Didavi in der 76. Minute schließlich ausgewechselt, Kostic setzte den Schlusspunkt.