nach oben
Simon Terodde brachte den VfB Stuttgart mit seinem Tor 1:0 in Front. Am Ende gab es bei Union Berlin ein 1:1 - zu wenig, um den VfB zum Tabellenführer in der 2. Liga zu küren.
Simon Terodde brachte den VfB Stuttgart mit seinem Tor 1:0 in Front. Am Ende gab es bei Union Berlin ein 1:1 - zu wenig, um den VfB zum Tabellenführer in der 2. Liga zu küren. © dpa
20.11.2016

VfB Stuttgart verpasst Tabellenführung - 1:1 bei Union Berlin

Der VfB Stuttgart hat den erstmaligen Sprung an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga in dieser Saison verpasst. Zwar hatte der frühere Berliner Stürmer Simon Terodde die Schwaben am Sonntag beim 1. FC Union schon früh in Führung gebracht (3. Minute). Doch den kampfstarken Gastgebern gelang nach einem Fehler von VfB-Torwart Mitchell Langerak durch Steven Skrzybski (60.) noch der Ausgleich zum 1:1.

«Aufgrund der letzten 20 Minuten können wir sicherlich damit leben. Wir hätten vielleicht vorher schon das 2:0 machen müssen», sagte Stuttgart Torjäger Terodde im TV-Sender Sky, war aber nicht unzufrieden: «Ich hatte einen Riesenrespekt vor Union. Sie haben eine spielstarke Mannschaft.»

Am Ende hatten vor 22 012 Zuschauer in der ausverkauften «Alten Försterei», davon 2500 VfB-Anhänger, beide Teams noch Chancen zum Siegtreffer. So aber bleibt Stuttgart nach dem 13. Spieltag mit 26 Punkten hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig auf Platz zwei. Union rangiert mit 21 Zahlern auf Rang sieben.

Mit der ersten guten Aktion erzielten die Gäste das 1:0. Über die Stationen Carlos Mané und Christian Gentner kam der Ball ohne echte Berliner Gegenwehr zu Terodde. Der Ex-Unioner hatte freistehend keine Mühe zu vollstrecken. Terodde, der vor dem Anpfiff von den Union-Fans noch herzlich als «Fußballgott» begrüßt wurde, traf damit für die Schwaben im fünften Spiel nacheinander.

Die gut organisierten Stuttgarter hatten auch ohne den gesperrten Kevin Großkreutz die Partie zunächst im Griff und gestatteten den Gastgebern vor der Pause keine echte Tormöglichkeiten. Nur Skrzybski versuchte sich mit zwei Schüssen (14., 15.). Auch ein Kopfball von Damir Kreilach stellte Langerak nicht vor Probleme (37.). Allerdings beließen es die Gäste, die weiter ohne Hajime Hosogai und Daniel Ginczek auskommen mussten, dabei den Vorsprung zu verwalten.

Union kam mit viel Kampf und Aggressivität ins Spiel. Der VfB aber erwischte auch in Halbzeit zwei einen Blitzstart. Doch dieses Mal parierte Union-Keeper Jakob Busk den Kopfball von Terodde (47.). Kurz danach hätten wiederum der ehemalige Berliner sowie Berkay Özcan (51.) für das Team von Trainer Hannes Wolf die Vorentscheidung erzwingen können.

So aber witterten die sich klar steigernden Unioner weiter ihre Chance. Und als Langerak und Marcin Kaminski sich gegenseitig behinderten, reagiert Skrzybski am schnellsten und hob den Ball ins VfB-Tor. «Das ist schade, aber es passiert», meinte der VfB-Torhüter.

Danach entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Berlins Top-Torjäger Collin Quaner hätte gleich zweimal die Partie komplett drehen können (68., 69.). Auf der anderen Seite vergaben Mané (71.) und Terodde (73.) den Stuttgarter Sieg.