nach oben
Mit einem 4:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue schoss sich der VfB um Trainer Hannes Wolf (Zweiter von links) am 15. Spieltag das letzte Mal in dieser Saison an die Tabellenspitze. Foto: dpa
Mit einem 4:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue schoss sich der VfB um Trainer Hannes Wolf (Zweiter von links) am 15. Spieltag das letzte Mal in dieser Saison an die Tabellenspitze. Foto: dpa
05.02.2017

VfB Stuttgart winkt am Montag die Tabellenspitze der 2. Liga

Eintracht Braunschweig 1:2 gegen den FC St. Pauli, Hannover 96 gar 1:4 bei der SpVgg Greuther Fürth – der VfB Stuttgart hat heute (20.15 Uhr/Sport1) die große Chance, durch einen Sieg oder ein Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga zu übernehmen. Es wäre nach dem 15. Spieltag das zweite Mal in der laufenden Spielzeit, dass die Schwaben ganz oben stehen.

Doch VfB-Trainer Hannes Wolf wird auch diesmal seiner Maxime treu bleiben, sich nicht mit dem Blick in andere Stadien aufzuhalten. Denn was nützten die Niederlagen der schärfsten Aufstiegskonkurrenten, wenn man die eigene Aufgabe nicht löst? Und die ist schwer genug. „Ich erwarte genau so einen Kampf“, sagt der Coach in Bezug auf das mühsame 1:0 zuletzt in St. Pauli, „auch wenn du hier mehr kicken kannst, weil das Geläuf einfach besser ist.“

Wolf erwartet spielstarke Düsseldorfer: „Das ist eine Mannschaft, die nach vorne will“. Dass die Fortuna zurzeit in der Offensive Probleme und seit vier Spielen nicht mehr getroffen hat, will der Stuttgarter Trainer freilich nicht überbewerten. Er verweist stattdessen darauf, dass in Ihlas Bebou (Rückkehr vom Afrika-Cup), Kevin Akpoguma und Marcel Sobottka (Sperre abgesessen) drei starke Akteure ins Team des Tabellenzehnten zurückkehren. Der Togolese Bebou hatte beim 1:0 der Düsseldorfer im Hinspiel per Elfmeter das Tor des Tages erzielt. Damals saß noch Jos Luhukay auf der Stuttgarter Bank.

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel geht mit einer Mischung aus Respekt und Optimismus in die Partie. Einerseits lobt er die „Offensivpower“ der Stuttgart, andererseits bereitet ihm die mangelnde Ausbeute der eigenen Stürmer offenbar noch keine allzu großen Sorgen. „Für mich gibt es keine Torflaute. Wir werden in den nächsten Wochen wieder treffen. Auch in den besagten vier Spielen hatten wir unsere Chancen“, erklärt der Routinier.

„Wir gehen davon aus, dass sie ein gutes Spiel machen“, sagt Wolf über die Düsseldorfer. „Es geht komplett darum, das Beste zu spielen, was wir können.“ Wen er mit dieser Aufgabe betraut, ist auf der einen oder anderen Position offen. Im defensiven Mittelfeld könnte Anto Grgic oder Benjamin Pavard den verletzten Matthias Zimmermann ersetzten. Viel spricht dafür, dass Carlos Mané nach seinem Tor in St. Pauli wieder in der Startelf steht. Von den Last-Minute-Zugängen hat Josip Brekalo die größten Einsatzchancen. Der Kroate könnte anstelle von Julian Green auf dem Flügel zum Einsatz kommen.

Voraussichtliche VfB-Aufstellung: Langerak – Großkreutz, Baumgartl, Kaminski, Insua – Grgic – Mané, Gentner, Asano, Brekalo – Terodde