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Auf ihre Heimstärke bauen die Stuttgarter mit Andreas Beck (links) und Daniel Ginczek im Derby gegen den SC Freiburg.   Anspach
Auf ihre Heimstärke bauen die Stuttgarter mit Andreas Beck (links) und Daniel Ginczek im Derby gegen den SC Freiburg. Anspach
27.10.2017

VfB gegen Freiburg: Verlieren im Derby verboten

Schon die Ausgangslage verspricht Brisanz. Der VfB Stuttgart darf nicht verlieren, auch der SC Freiburg braucht am morgigen Sonntag (18 Uhr/Sky) dringend Punkte. Denn dem Verlierer des brisanten Landes-Derbys droht eine längere Zeit im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. „Wir werden alles daran setzen, das Spiel zu gewinnen. Es hat eine sehr, sehr große Bedeutung für uns, auch für den Verein“, macht VfB-Trainer Hannes Wolf deutlich.

Lediglich zwei Punkte trennen den Tabellen-13. von den Freiburgern auf dem viertletzten Platz. Gewinnen die Schwaben, setzen sie sich zumindest vorerst von Freiburg und der Abstiegszone ab. Gewinnen die Badener, ziehen sie am VfB vorbei. Auch Wolfs Trainerkollege Christian Streich betonte im knapp 200 Kilometer entfernten Freiburg die besondere Ausgangslage vor dem Derby. Doch der 52-Jährige mahnte zu Respekt: „Wichtig ist, dass man sich rivalisiert, aber auch respektiert.“

Für beide Clubs geht es um viel, vor allem im Umfeld des durchaus anspruchsvollen VfB würde es im Falle einer Niederlage wohl unruhig werden. Umso bitterer für den Gastgeber, dass er am Sonntag auf seinen Abwehrchef verzichten muss: Ex-Nationalspieler Holger Badstuber fällt wegen einer Oberschenkelverhärtung aus. Wolf muss seine Mannschaft im Vergleich zum erfolgreichen Auftritt im DFB-Pokal wohl umbauen. Mit Benjamin Pavard und Timo Baumgartl sind nur zwei zentrale Abwehrspieler fit. Ob der VfB-Coach daher von der bisher bevorzugten Fünferkette abrückt oder etwa Dennis Aogo als dritten Mann in die Innenverteidigung beordert, ließ er offen. Stattdessen hob er die Qualitäten des Gegners hervor. „Freiburg ist ein sehr guter Gegner, der konstant über viele Jahre jetzt mit Christian Streich arbeitet“, sagt Wolf. „Sie spielen sehr intensiv, sehr offensiv.“

Die Statistik spricht für Wolf. Während seiner bald sechs Jahre als Freiburger Trainer konnte Christian Streich noch nie mit seinem Team in Stuttgart gewinnen. Der VfB wird auch registriert haben, dass die Breisgauer bereits 17 Treffer kassiert haben – kein Team der Liga hat mehr Gegentore. Auch die Heimbilanz spricht für die Schwaben, die 2017 noch nicht einmal im eigenen Stadion verloren haben.

Die positive Heimserie ist das bisher wohl größte Plus des VfB in der noch jungen Spielzeit. Der wie auch Freiburg auswärts chronisch schwache Aufsteiger ist auf Erfolgserlebnisse im heimischen Stadion angewiesen. Eine Niederlage dürfte im Umfeld der anspruchsvollen Schwaben für deutlich mehr Unruhe als in Freiburg sorgen. Trainer Wolf setzt darauf, dass seine Stürmer langsam wieder Fahrt aufnehmen.

Mögliche VfB-Aufstellung: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insua – Ascacibar, Aogo – Akolo, Asano, Brekalo – Terodde