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 Mit

großen Personalproblemen geht der VfB Stuttgart in die Pokal-Partie

beim SV Wehen Wiesbaden. Foto: dpa
VfB ohne etatmäßigen Abwehrblock im Pokal gegen SV Wehen/Wiesbaden © dpa
28.07.2011

VfB ohne etatmäßigen Abwehrblock im Pokal gegen SV Wehen/Wiesbaden

STUTTGART. Mit großen Personalproblemen geht der VfB Stuttgart in die Pokal-Partie beim SV Wehen Wiesbaden. Dennoch ist der favorisierte Fußball-Bundesligist zuversichtlich, die Hessen am Freitagabend schlagen zu können.

Dem VfB Stuttgart gehen so langsam die Innenverteidiger aus. Ohne vier etatmäßige Spezialisten für das Zentrum seiner Viererkette muss der Fußball-Bundesligist seine Erstrundenpartie im DFB-Pokal beim SV Wehen Wiesbaden bestreiten. Am Donnerstag stellte sich heraus, dass auch Ex-Nationalspieler Serdar Tasci wegen einer Muskelverhärtung gegen den Fußball-Drittligisten ausfällt. «Das ist schade, wir haben so intensiv die Abläufe in der Innenverteidigung einstudiert», sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia zu den großen Personalproblemen. «Die Situation ist nicht optimal.»

Schon vor dem Tasci-Ausfall stand fest, dass die Schwaben auf Kapitän Matthieu Delpierre (langfristig) und Georg Niedermeier (seit Montag) wegen Verletzung verzichten müssen. Zudem fehlt die mögliche Alternative Khalid Boulahrouz gesperrt. Labbadia hatte in der Vorbereitung intensiv auf das Duo Tasci/Niedermeier gesetzt und muss nun gegen die Hessen komplett umbauen.

Der mexikanische Neuzugang Maza wird am Freitag (20.30 Uhr) seine Pflichtspielpremiere feiern. Ermin Bicakcic wird wohl zweiter Innenverteidiger. Der 21-Jährige kam schon mehrmals bei den Profis als Aushilfe zum Zug. «Maza wird ins kalte Wasser geworfen», sagte Labbadia. Der Mexikaner sei zwar «noch nicht so weit, aber ich hoffe, dass er das mit seiner Erfahrung wettmacht». Der Trainer räumte ein, dass beide natürlich nicht eingespielt seien, aber er hat faktisch keine andere Wahl.

Trotz dieser Personalsorgen fährt Labbadia zuversichtlich nach Wiesbaden. «Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen. Es ist wie bei einer Klassenarbeit: Wir sind sehr, sehr gut vorbereitet», versicherte der Fußball-Lehrer am ersten Tag der baden-württembergischen Schulferien. Der VfB nehme das Spiel «sehr, sehr ernst». Er wolle die fitteste Mannschaft einsetzen. Das bedeutet, dass Rückkehrer Julian Schieber, Timo Gebhart und Shinji Okazaki angesichts ihrer Trainingsrückstände wahrscheinlich nicht zum Einsatz kommen.

Auch wenn eine Woche später beim Bundesliga-Auftakt gegen den FC Schalke 04 in der dann fertigen, reinen Fußball-Arena ein erster Höhepunkt ansteht, betonte Labbadia, dass die ganze Konzentration ausschließlich auf den Pokal gerichtet sei. «Wir haben uns Wehen angeschaut und nehmen den Gegner sehr ernst», sagte er. «Das ist der Top-Favorit für den Aufstieg in die Zweite Liga.» Zudem habe der SV Wehen Wiesbaden bereits ein Pflichtspiel absolviert, was ein Vorteil sei. Labbadia rechnet mit einem intensiven Spiel und einem aggressiven Kontrahenten: «Die werden sehr motiviert sein.»

Die voraussichtliche Aufstellung des VfB Stuttgart: Ulreich - Celozzi, Bicakcic, Maza, Molinaro - Kuzmanovic, Kvist - Harnik, Hajnal, Gentner - Cacau (Pogrebnjak) dpa