nach oben
Veded Ibisevic soll gegen Borussia Mönchengladbach auf jeden Fall spielen.
26.01.2012

VfB setzt gegen Gladbach Hoffnungen auf Neuzugang Ibisevic

Stuttgart. Kaum da und schon gesetzt: Bruno Labbadia hat dem soeben verpflichteten Wunschstürmer Vedad Ibisevic im Schlüsselspiel des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach eine Einsatzgarantie gegeben. «Vedad spielt auf alle Fälle. Er ist voll im Saft», kündigte der VfB-Coach an. Der klassische Knipser soll am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total) entscheidend dazu beitragen, den jüngsten Abwärtstrend der Schwaben in der Fußball-Bundesliga zu stoppen. «Aber die ganze Mannschaft ist gefordert. Wir können uns nicht nur auf Vedad verlassen», betonte Labbadia am Donnerstag.

Bildergalerie: Wechsel perfekt: Ibisevic von Hoffenheim zum VfB Stuttgart

Seit dem mühsamen 2:1 gegen Aufsteiger FC Augsburg vor über zwei Monaten hat Stuttgart kein Bundesligaspiel mehr gewonnen. Nach nur einem Punkt in den anschließenden fünf Partien rutschte der VfB aus der Europapokal-Region Richtung Niemandsland. Zudem trennen den Tabellenzehnten nur noch fünf Zähler vom Relegationsplatz. Angesichts des negativen Laufs und des schweren Programms droht dem VfB sogar der Absturz in die Abstiegszone.

In dieser schwierigen Situation ist Mönchengladbach nicht gerade der ideale Aufbaugegner. Das Team von Lucien Favre hat beim Rückrundenauftakt Spitzenreiter Bayern München die Grenzen aufgezeigt und reist nun mit noch mehr Selbstvertrauen nach Stuttgart. «Gladbach ist ein schwer bespielbarer Gegner, aber auch sie sind schlagbar», sagte Labbadia. Dabei ist klar, dass dies nicht mit bedingungsloser Attacke gelingt. Hauruck-Fußball würde den Borussen mit ihren pfeilschnellen und perfekten Kontern voll in die Hände spielen.

«Wir müssen eine sehr gute Ordnung haben», urteilte Labbadia. Zudem müsse seine Mannschaft kompakt und ruhig spielen sowie in der Abwehr und im Angriff konsequent agieren. Auch wenn Labbadia von seinem favorisierten 4-2-3-1-System abweicht, bedeutet das nicht bedingungslose Offensive. Nationalspieler Cacau soll zweite Spitze spielen neben dem für schätzungsweise fünf Millionen Euro von 1899 Hoffenheim gekauften Ibisevic spielen.

Ibisevic soll nicht nur Tore schießen, sondern auch Cacau & Co mehr Spielräume verschaffen. «Vedad ist der Spielertyp, den wir wollten. Er hat seine Stärken im Strafraum, das ist sein Revier», schwärmte der ehemalige Stürmer Labbadia über den 34-maligen bosnischen Nationalspieler. «Er bindet Leute. Durch ihn sind wir variabler und können verschiedene Systeme spielen.»

Offen scheint eigentlich nur, wer im Vierer-Mittelfeld die linke Außenbahn besetzt. Die Wahl dürfte auf Shinji Okazaki oder Tamas Hajnal fallen, zumal Christian Gentner und Timo Gebhart verletzt sind bzw. waren. Weil Khalid Boulahrouz weiter fehlt, kommt Stefano Celozzi erneut als rechter Verteidiger zum Zug.

Die voraussichtliche Aufstellung des VfB Stuttgart: Ulreich - Celozzi, Tasci, Maza, Molinaro - Harnik, Kvist, Kuzmanovic, Okazaki (Hajnal) - Ibisevic, Cacau. dpa