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Was macht Santiago Ascacibar (Zweiter von links) nur? Das fragt man sich in jüngerer Vergangenheit beim VfB. Seine Position im defensiven Mittelfeld könnte der Argentinier an Benjamin Pavard (Zweiter von rechts) verlieren (links VfB-Mann Andreas Beck, rechts der Freiburger Nils Petersen).Foto: Baumann
Was macht Santiago Ascacibar (Zweiter von links) nur? Das fragt man sich in jüngerer Vergangenheit beim VfB. Seine Position im defensiven Mittelfeld könnte der Argentinier an Benjamin Pavard (Zweiter von rechts) verlieren (links VfB-Mann Andreas Beck, rechts der Freiburger Nils Petersen).Foto: Baumann
08.02.2019

VfB vor Schlüsselspiel in Düsseldorf: Parvard könnte Ascasibar ersetzen

Stuttgart/Düsselrdorf. Schmunzelnd hat VfB-Verteidiger Benjamin Pavard einmal erklärt, er würde sich sogar ins Tor stellen. „Ich spiele überall“, sagte der Verteidiger, als er über seine zukünftige Position bei einem Topverein sprach.

In der tristen Gegenwart beim abstiegsbedrohten VfB Stuttgart könnte der künftige Spieler des FC Bayern tatsächlich auch abseits der Abwehrreihe gebraucht werden – im defensiven Mittelfeld, wo der französische Weltmeister seit den Zeiten unter Markus Weinzierls Vor-Vorgänger, Hannes Wolf, nicht mehr zum Einsatz kam.

Zentrale rückt in den Fokus

Vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim Abstiegskonkurrenten Fortuna Düsseldorf am morgigen Sonntag (18 Uhr/Sky) räumte Weinzierl ein, dass im zentralen Mittelfeld nicht alles klappt wie gewünscht. Den zuletzt ungewohnt schwachen Argentinier Santiago Ascacibar, für den Pavard ins Mittelfeld rutschen könnte, verteidigte der Trainer: „Er ist ein junger Spieler, der jetzt auch fehlerhaft ist, weil er mit der Situation unzufrieden ist und dann eher Übereifer an den Tag legt und zu viel will.“ Es bringe auch nichts, einen Spieler nach einem Fehler aus der Mannschaft zu nehmen. „Dass Fehler gemacht werden, muss man ansprechen und abstellen ohne Spieler zu verdammen“, sagte der 44-jährige Trainer.

Indes wird erneut spekuliert, dass sich der VfB über eine Alternative zu Weinzierl Gedanken macht (siehe Kasten). Auch Überlegungen, Ex-Trainer Ralf Rangnick, derzeit Sportdirektor und Coach von RB Leipzig zurückzuholen, soll es geben.

Aus der Startelf war der 1,68 Meter große Ascacibar lange nicht wegzudenken. Nur im Dezember beim 0:3 bei Borussia Mönchengladbach fehlte er gelbgesperrt. In den vergangenen Wochen erweckte der 21-Jährige dann den Eindruck, dass auch ihm die Negativspirale des VfB zu schaffen macht. Etwa beim 2:3 zum Rückrundenstart gegen den FSV Mainz, als er beim 0:1 den Ball abfälschte.

Nur 17 Tore hat der VfB in dieser Saison bislang erzielt und stellt gemeinsam mit dem Tabellenvorletzten 1. FC Nürnberg die schwächste Offensive. Die meisten Gegentore (44) hat der VfB mit Nürnberg und dem Letzten Hannover 96 gemeinsam.

In der Winterpause war beim VfB über einen neuen defensiven Mittelfeldspieler spekuliert worden. „Im Winter ist es schwer, sich zu verstärken“, stellt jedoch Weinzierl heraus.

Gonzalo Castro steckt seit langem im Formtief. Der frühere Nationalspieler Dennis Aogo, den der Trainer zu seiner Achse für die VfB-Elf fällt mit Wadenproblemen weiter aus.

Bei Düsseldorf ist offen, ob anders als im DFB-Pokal-Achtelfinale beim 1:4 beim FC Schalke 04 wieder Stammtorwart Michael Rensing zwischen den Pfosten steht. Statt des 34-Jährigen, der zuletzt Knieprobleme hatte, könnte erneut Jaroslav Drobny spielen. Obwohl zuletzt einige Feldspieler angeschlagen waren, fehlen Tainer Friedhelm Funkel nur die Langzeitverletzten Marcel Sobottka und Diego Contento.

Beim VfB hatte sich Pavard beim 2:2 gegen den SC Freiburg nach auskuriertem Muskelbündelriss als Rechtsverteidiger zurückgemeldet. Schon vor einiger Zeit schwärmte Weinzierl über den 22-Jährigen: „Benjamin Pavard könntest du fünfmal in der Mannschaft haben, einmal rechts, einmal in der Mitte, einmal auf der Sechs. Links könnte er glaube ich auch spielen. Der ist einfach gut.“ Steht also doch ein Positionswechsel des künftigen Münchners an.

Mögliche VfB-Aufstellung: Zieler – Pavard, Baumgartl, Kempf, Insua – Ascacibar, Gentner – Esswein, Zuber – Gonzalez, Donis