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Beim schweren Spiel gegen Union Berlin fehlt Kevin Großkreutz dem VfB wegen einer Gelbsperre.   Eisenhuth
Beim schweren Spiel gegen Union Berlin fehlt Kevin Großkreutz dem VfB wegen einer Gelbsperre. Eisenhuth
18.11.2016

VfB will nach Auszeit auftrumpfen

Die Kritik am VfB war vernichtend. Mitte Oktober gingen die Stuttgarter Fußballer nach einer Länderspielpause bei Dynamo Dresden mit 0:5 unter. Für den VfB-Coach Hannes Wolf bedeutete das in seiner dritten Zweitliga-Partie den ersten Tiefschlag. Nachdem die Liga wegen der WM-Qualifikation erneut zwei Wochen pausierte, tritt der Bundesliga-Absteiger am Sonntag zum Topspiel des 13. Spieltags bei Union Berlin an (13.30 Uhr/Sky). „Die Rahmenbedingungen sind wie vor Dresden, aber wir müssen dort anders Fußball spielen“, sagt Wolf.

Während er im Training zuletzt auf einige Nationalspieler habe verzichten müssen, seien es bei den vom früheren VfB-Coach Jens Keller trainierten Berlinern deutlich weniger gewesen. „Wir haben ein sehr schweres Auswärtsspiel vor der Brust“, meinte Wolf. „Eines der schwersten Spiele, die Du in der Liga haben kannst.“

Verunsichert müssen die Stuttgarter nicht nach Berlin fahren. Denn während die Gastgeber zuletzt zweimal nacheinander verloren, gewann der VfB dreimal in Serie und findet sich im Profi-Unterhaus zumindest statistisch immer besser zurecht. Wolf ist das aber noch lange nicht genug. „Diese neun Punkte mit acht geschossenen Toren freuen uns, aber wir müssen uns weiter steigern“, forderte er. „Wir wollen uns die Haltung, die Du brauchst, voll erarbeiten.“ Einer, der diese Mentalität stets verkörpert, fällt in der Hauptstadt aus: Rechtsverteidiger Kevin Großkreutz ist gelb-gesperrt. Zudem fehlt weiterhin Außenbahnspieler Tobias Werner (Trainingsrückstand). Der Mittelfeld-Routinier Hajime Hosogai kehrt dafür nach einem Zehenbruch in den Kader zurück. Wolf ließ jedoch offen, ob der 30-jährige Japaner von Beginn an spielt. Stürmer Daniel Ginczek trainierte unter der Woche wegen leichter muskulärer Probleme individuell, sitzt aber eventuell auf der Bank.

VfB-Neuzugang Simon Terodde, der in Dresden wegen eines Muskelfasserisses in der Wade fehlte, kennt den Gegner aus seiner Zeit bei Union (2011 bis 2014). „Die gehören sicher auch zu den Aufstiegsfavoriten“, sagte der 28-Jährige über die „Eisernen“.

Mögliche VfB-Aufstellung: Langerak – Klein, Baumgartl, Kaminski, Insúa – Zimmermann, Hosogai, Gentner – Carlos Mané, Terodde, Asano