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Seit dem 2:0 beim 1. FC Nürnberg stabilisiert der Ex-Freiburger Marc-Oliver Kempf die VfB-Defensive. Foto: Karmann, Murat
Seit dem 2:0 beim 1. FC Nürnberg stabilisiert der Ex-Freiburger Marc-Oliver Kempf die VfB-Defensive. Foto: Karmann, Murat
07.12.2018

VfB-Neuzugang Marc Oliver Kempf hat sich innerhalb kurzer Zeit bewährt

Stuttgart. Nach dem Katastrophenstart unter Trainer Markus Weinzierl mit elf Gegentoren in den ersten drei verlorenen Spielen hat sich die Abwehr des VfB Stuttgart inzwischen gefangen. Großen Anteil daran hat Neuzugang Marc Oliver Kempf. Der U-21-Europameister habe „große Wucht. Zweikampfstärke, Kopfballstärke. Ich glaube, dass er der Mannschaft unheimlich gut getan hat jetzt“, sagte Weinzierl vor dem kniffligen Auswärtsspiel gegen den Bundesliga-Zweiten Borussia Mönchengladbach am Sonntag (18 Uhr/Sky).

„Die letzten drei Spiele waren defensiv mehr als in Ordnung“, lobte der 33-jährige Stürmer Mario Gomez die Kollegen der Defensive. In den Spielen des VfB beim 1. FC Nürnberg (2:0), bei Bayer Leverkusen (0:2) und gegen den FC Augsburg (1:0) gab es insgesamt nur zwei Gegentore. Kempf, der im Sommer vom SC Freiburg kam, gab erst am elften Spieltag sein VfB-Debüt und agierte in Nürnberg auf der ungewohnten Position als Linksverteidiger sicher. Gegen Augsburg blieb die Mannschaft mit Kempf sowie Timo Baumgartl und Weltmeister Benjamin Pavard als weiteren Innenverteidigern ebenfalls ohne Gegentor – erst zum dritten Mal überhaupt in dieser Saison. Der 23-jährige Kempf sei ein wichtiger Faktor in den beiden Spielen gewesen, sagte Weinzierl: „Er gibt der Mannschaft Stabilität. Er darf so weitermachen.“

Auch im Team werden die Leistungen Kempfs registriert, der einen schwierigen Start in Stuttgart hatte und wegen eines Muskelfaserrisses zeitweilig gar keine Option war. „Ich habe ihn vorher nicht gekannt, er hat ja in Freiburg gespielt. Man sieht, dass er ein Kämpfer ist. Dass er technisch auch sehr gut ist. Ich hoffe, dass er so weitermacht“, sagte der von seinem Trainer erst am Freitag hoch gelobte Pavard über den vergleichsweise neuen Nebenmann.

Badstuber-Ausfall verkraftbar

Die Kombination Baumgartl und Kempf und ihm gefällt dem Franzosen: „Man sieht auf dem Platz, dass wir uns gut verstehen, dass wir viel miteinander reden. Man versteht sich gut“. Mit diesem jungen Trio konnte der VfB zuletzt verkraften, dass der ehemalige Nationalverteidiger Holger Badstuber in dieser Spielzeit noch nicht zu seiner Form gefunden hat und momentan verletzt fehlt.

Alle defensiven Probleme gelöst also beim Liga-16., der mit 26 Gegentoren die viertmeisten der Liga kassiert hat? Das anzunehmen wäre falsch, denn die Stuttgarter treffen nun auf die zweitstärkste Offensive der Liga, begegnen den formstarken Alassane Plea und Thorgan Hazard. Beim VfB ist der wohl wichtigste Defensivspieler nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt: Die Zweikampfstärke des jungen argentinischen Sechsers Santiago Ascacíbar wird fehlen. Doch vielleicht kann Gonzalo Castro, 31-jähriger Neuzugang von Borussia Dortmund, zeigen, dass auch er ein Team stabilisieren kann.

Mögliche VfB-Aufstellung: Zieler – Baumgartl, Pavard, Kempf – Aogo, Castro – Beck, Donis, Gentner, Gonzales – Gomez