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Stuttgarts Sportdirektor Robin Dutt analysiert die kritische Situation beim VfB sehr sachlich.  Kastl
Stuttgarts Sportdirektor Robin Dutt analysiert die kritische Situation beim VfB sehr sachlich. Kastl
11.09.2015

VfB-Sportvorstand Robin Dutt spricht über den schlechten Saisonstart

Den Saisonstart mit drei Niederlagen hätten sich alle rund um den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart anders vorstellt. Auch Sportvorstand Robin Dutt. In der Länderspielpause hat sich der 50-Jährige eine Auszeit genommen, aber auch gemeinsam mit Trainer Alexander Zorniger die Situation analysiert. Vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC Berlin äußerst sich Dutt über...

...die Länderspielpause:

„Ich hatte erstmals seit acht Monaten wieder eine Woche Urlaub. Ich habe da auch an Fußball gedacht, habe aber auch viel gemacht, was mit Fußball nichts zu tun hat.“

...den schlechten Saisonstart:

„Um es mit einem Bild zu sagen: Wir haben Anfang der Saison einen neuen Motor eingebaut. Der Motor stottert noch etwas. Deshalb schauen wir, ob die Zündkerzen richtig eingeschraubt sind, vielleicht wird auch der Keilriemen ausgetauscht – aber wir bauen den Motor nicht wieder aus. Der Trainer betrachtet die Dinge so, wie sie betrachtet werden müssen und wird vielleicht gewisse Änderungen vornehmen. Wir sind aber grundsätzlich total davon überzeugt, dass es notwendig war, neue Reize zu setzen. Wir werden unsere Idee von Fußball weiter verfolgen.“

...die Reaktionen im Umfeld und in den Medien und die Kritik am neuen Spielsystem:

„Sie waren branchenüblich. Wir haben nicht damit gerechnet, dass nach drei Niederlagen die Lobeshymnen anhalten. Die Reaktionen sind natürlich nicht so positiv wie vor vier Wochen. Eine neue Konzeption ist in ihrer Nachhaltigkeit im ersten halben Jahr nicht zu bewerten. Aber natürlich brauchen wir Punkte.“

...die Leistung in den ersten drei Saisonspielen:

„In den ersten beiden können wir von ordentlichen Spielen sprechen, in denen aber große Fehler gemacht wurden. Das Spiel gegen Frankfurt war schlecht, was aber vorkommen kann. Hätten wir die ersten beiden Spiele gewonnen, was möglich war, dann wäre auch das Frankfurt-Spiel ganz anders bewertet worden.“

...Trainer und Spieler:

„Das Grundvertrauen ist da, dass wir uns unten rausarbeiten werden und auf einen gesicherten Mittelfeldplatz kommen. Das halte ich nach wie vor für realistisch. Ich möchte daran erinnern, dass ich nicht zu denen gehört habe, die uns auf Platz sieben gesehen haben.“

...das Vertrauen der Spieler in das System:

„Viel wichtiger als das Vertrauen in das System ist das Vertrauen in den Menschen. Das Grundvertrauen der Spieler in den Trainer ist zu hundert Prozent da.“

...die Last-Minute Zugänge Toni Sunjic und Robbie Kruse:

„Ich hoffe, dass Toni Sinjic uns in der Innenverteidigung sofort verstärkt, denn da hatten wir zuletzt schon einige Probleme. Und Robbie Kruse ist eine weitere Alternative für unsere gut besetzte Offensive.“

...die Ende August endende Transferperiode:

„Die Transferperiode sollte vor dem ersten Spieltag beendet sein. Es ist nicht förderlich, wenn Spieler noch am Spieltag mit Millionensummen konfrontiert werden.“

...den Grund, den Verkauf von Daniel Didavi, Filip Kostic und Timo Werner kategorisch abzulehnen:

„Unsere sportlichen Ziele sind uns wichtiger als ein paar Millionen auf dem Konto.“