nach oben
Nur das Weiterkommen im Pokal zählt, sagt Trainer Jürgen Kramny.   Thissen
Nur das Weiterkommen im Pokal zählt, sagt Trainer Jürgen Kramny. Thissen
15.12.2015

VfB-Stuttgart-Trainer Jürgen Kramny warnt: Keine Experimente

Stuttgart. Für Jürgen Kramny ist es „das allerwichtigste Spiel“. Obwohl der VfB Stuttgart am Samstag zum Vorrundenabschluss der Fußball-Bundesliga noch den Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg empfängt, gilt seine ganze Konzentration ausschließlich dem Achtelfinal-Heimspiel im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig am Mittwoch (19.00 Uhr, Sky). „Das wird keine lockere Geschichte“, warnt der Interimstrainer des Tabellenletzten vor dem Zweitligisten. „Wenn man so eine Mannschaft auf die leichte Schulter nimmt, werden die Probleme immer größer.“

Kramny strich einige Braunschweiger Stärken heraus. Das Team spiele sehr variabel und verfüge über eine große Schnelligkeit. „Da ist Qualität da“, urteilte er in seiner möglicherweise vorletzten Partie als Verantwortlicher bei den Profis. „Und der Trainer ist schon ewig da, da ist Kontinuität da.“ Dass der etatmäßige U23-Trainer der Schwaben sich ein langfristiges Arbeiten mit dem Bundesliga-Kader wünscht, machte er erneut klar: „Als Fußballtrainer ist das dein Ziel.

Mit dem erwarteten Weiterkommen im Pokal stiegen Kramnys Chancen sicher. Der 44-Jährige wich Fragen, ob er im Fall von Erfolgen in den beiden Spielen vor der Winterpause bleiben dürfe, indes aus: „Mit mir sind die Dinge bis Weihnachten besprochen. Alles andere wird man sehen.“

Auch wenn die Mannschaft unter Kramny wesentlich kompakter agiert und in der Defensive sicherer steht als unter dem entlassenen Alexander Zorniger, reichen die Fortschritte noch längst nicht. „Das richtige Erfolgserlebnis fehlt noch“, räumte er ein. Obwohl der VfB Favorit ist, kündigte Kramny an, „die bestmögliche Mannschaft“ aufbieten zu wollen und nicht groß zu rotieren: „Wir machen keine Experimente.“ Sein Team müsse das Tempo hochhalten, den Gegner zu Fehlern zwingen und konsequent in die Zweikämpfe gehen. „Ich brauche Kerle“, forderte er. „Es zählt nur das Weiterkommen. Das Viertelfinale ist klar unser Ziel.“

Daniel Didavi kann dabei nicht helfen. Der Spielmacher fällt weiter wegen Problemen mit der Hüftmuskulatur aus.

Mögliche VfB-Aufstellung: Tyton – Schwaab, Sunjic, Niedermeier, Insúa – Gentner, Serey Dié – Rupp, Maxim, Kostic – Werner