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Hannes Wolf, Trainer des VfB Stuttgart, fordert volle Konzentration gegen den Tabellenvorletzten FC Erzgebirge Aue. Foto: dpa
Hannes Wolf, Trainer des VfB Stuttgart, fordert volle Konzentration gegen den Tabellenvorletzten FC Erzgebirge Aue. Foto: dpa
02.12.2016

VfB-Stuttgart-Trainer Wolf warnt vor Überheblichkeit

Der VfB Stuttgart ist als Tabellenzweiter der 2. Fußball-Bundesliga seit fünf Spielen ohne Niederlage, der FC Erzgebirge Aue wartet als Vorletzter ebenso lange auf einen Sieg. Warum also sollte der Erstliga-Absteiger aus Stuttgart am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) in Sachsen Probleme bekommen? Genau diese Frage passt Trainer Hannes Wolf nicht.

„Du gewinnst das nur mit der richtigen Haltung. Wir wollen das daher angehen wie ein Topspiel. Drei Punkte gegen Aue sind genauso viel wert wie drei Punkte gegen Hannover“, sagte er am Freitag. Aue will die Partie angehen wie ein Pokal-Spiel. „Im Pokal können wir jede Mannschaft schlagen. Das haben wir oft gezeigt“, sagte Trainer Pavel Dotchev.

Das Team um Éx-VfB-Profi Christian Tiffert hat zuletzt beim starken Mitaufsteiger Kickers Würzburg 1:1 gespielt. Die Partien davor wurden bis auf das 2:6 bei 1860 München alle knapp verloren. Ohne die entsprechende Mentalität könne man auf der Baustelle Erzgebirgsstadion daher „nix gewinnen“, betonte Wolf. „Wir wollen dort kämpferisch reingehen, Härte haben, auch gegen uns selbst, und trotzdem spielerische Komponenten zeigen“, erklärte der 35-Jährige.

Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen: „Ich freue mich, dass aktuell viele Spieler im Training sind. Hoffen wir, dass es so bleibt.“ Mit Tobias Werner (Rückstand nach Adduktorenproblemen) fällt nur ein Profi definitiv aus. Daniel Ginczek, der nach langer Pause in Folge eines Kreuzbandrisses und einer Bandscheibenoperation zuletzt muskuläre Probleme hatte, ist wieder fit. Wolf will kurzfristig entscheiden, ob er im Kader steht. Offen ließ er auch, ob Weltmeister Kevin Großkreutz wieder auf der rechten Abwehrseite spielt, wo beim 3:1 gegen den 1. Fc Nürnberg Benjamin Pavard zum Einsatz kam.

Wolfs Forderung nach der richtigen Einstellung ist bei Abwehrchef Timo Baumgartl offenbar angekommen. „Wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Jetzt wollen wir aus den drei verbleibenden Partien bis Weihnachten das Maximale herausholen“, sagte der 20-Jährige. Bei einem Sieg in Aue wäre der VfB zumindest für eine Nacht Tabellenführer.