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Neben der starken polizeilichen Präsenz, die Landespolizei hatte über 1.000, die Bundespolizei auf den Reisewegen und an den Bahnhöfen noch einmal mehr als 300 Beamten im Einsatz, und den 600 Ordnern sei auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen und allen Beteiligten wichtig für ein ruhig verlaufendes Derby gewesen, sagt die Polizei. © dpa
Neben der starken polizeilichen Präsenz, die Landespolizei hatte über 1.000, die Bundespolizei auf den Reisewegen und an den Bahnhöfen noch einmal mehr als 300 Beamten im Einsatz, und den 600 Ordnern sei auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen und allen Beteiligten wichtig für ein ruhig verlaufendes Derby gewesen, sagt die Polizei.   © dpa
Neben der starken polizeilichen Präsenz, die Landespolizei hatte über 1.000, die Bundespolizei auf den Reisewegen und an den Bahnhöfen noch einmal mehr als 300 Beamten im Einsatz, und den 600 Ordnern sei auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen und allen Beteiligten wichtig für ein ruhig verlaufendes Derby gewesen, sagt die Polizei.   © dpa
30.10.2016

Viel hilft viel: Großeinsatz der Polizei verhindert Derby-Krawalle

Karlsruhe. Nach der mit großer Spannung erwarteten Zweitligabegegnung zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart am Sonntagnachmittag im ausverkauften Wildparkstadion zieht die Polizei eine positive Bilanz. „Unser Konzept einer konsequenten Fantrennung ist zu jeder Zeit, also vor während und nach dem Spiel, aufgegangen. Zweifellos hat unser hoher Personaleinsatz entscheidenden Anteil daran, dass die verfeindeten Lager nicht aufeinander prallen konnten“, so das Resümee des Einsatzleiters, Polizeidirektor Fritz Rüffel.

Neben der starken polizeilichen Präsenz, die Landespolizei hatte über 1.000, die Bundespolizei auf den Reisewegen und an den Bahnhöfen noch einmal mehr als 300 Beamten im Einsatz, sei dies auch das Ergebnis einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller für die Spielsicherheit Verantwortlichen. „Gemeinsam mit den beiden Vereinen, deren Fanbetreuern und dem Karlsruher Fanprojekt haben sich die Polizei sowie die mit Sicherheitsaufgaben befassten Behörden und Organisationen seit Wochen auf die als Hochrisikospiel eingestufte Begegnung vorbereitet und dabei durchweg an einem Strang gezogen. Auch die rund 600 Ordner im Stadion haben am Gelingen ihren Anteil“, äußert sich Fritz Rüffel sichtlich erleichtert.

Während des gesamten Einsatzes blieben schwerwiegende Zwischenfälle aus. Acht Personen wurden wegen Verstößen gegen das Sprengstoff-, das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz sowie wegen Mitführens von Vermummungsmaterial, aber auch wegen versuchter Körperverletzung und Beleidung zum Nachteil von Polizeibeamten vorübergehend festgenommen. Gegen vier Beschuldigte wurde ein bis nach Spielende währender Anschlussgewahrsam ausgesprochen.

Vor dem Spiel hatten sich rund 1.800 Karlsruher Anhänger vom Fanprojekt in der Karlsruher Nordstadt aus zu Fuß auf den Weg ins Stadion gemacht. Bezüglich dabei festgestellter Vermummungen wie auch durch das Zünden von Feuerwerkskörpern begangener Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet.

Rund 600 Stuttgarter Fans, die mit einem Entlastungszug der Deutschen Bahn um 11.15 Uhr am Bahnhof Durlach eintrafen, wurden unter Polizeibegleitung mit Shuttlebussen der Karlsruhe Verkehrsbetriebe ins Stadion gebracht. Auch hierbei kam es zu kleineren Störungen, die aber auf einen pünktlichen Spielbeginn keinerlei Einfluss hatten. Allerdings wurden von VfB-Fans in zwei Bussen Scheiben beschädigt. Der Großteil der Stuttgarter Problemfans war mit privaten Reisebussen angereist und wurde von der Polizei auf dem gesamten Reiseweg störungsfrei begleitet.

Nach der aus Sicht des KSC mit 1:3 verloren gegangenen Partie verblieben die Gästefans auf Anordnung der Polizei noch einige Zeit im Block. Wie die gesamte Nachspielphase verlief aber auch deren verzögerte Abfahrt letztlich ohne erwähnenswerten Zwischenfall.