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10.09.2017

Viele Fehlwürfe, viele technische Fehler: TG 88verliert zum Start

Bönnigheim/Pforzheim. „Verheerend.“ Das ist das Wort, mit dem Trainer Matthias Schickle die Schuss- und Technische-Fehler-Quoten seiner TG 88 Pforzheim beim Saisonauftakt beschreibt. In einem Oberligaspiel, in dem seiner Ansicht nach „eine normale Leistung zum Sieg gereicht hätte“, unterlag das neu formierte Team beim TSV Bönngiheim mit 22:24 (11:12).

„Mit den Leistungen bei den Turnieren vor der Saison hatte die Mannschaft die Messlatte für die interne Erwartungshaltung recht hoch gelegt“, sagte der Trainer ein Tag nach dem Spiel. Die Enttäuschung darüber, dass die TG diese Messlatte krachend riss, war dem Coach da noch anzumerken. Dennoch ging sein Blick bereits wieder voraus: „Ich bin überzeugt von der Qualität der Mannschaft. In zwei Wochen in Brombach wollen wir die passende Reaktion zeigen.“

In Bönnigheim schien die TG die Partie zunächst im Griff zu haben, führte schnell mit 2:0. „Da hätten wir schon früh wegziehen können“, so der Trainer. Doch: Viermal lief eine Pforzheimerin in der Anfangsphase aufs gegnerische Tor zu, viermal landete der Ball nicht im Tor. Ohne Britta Miltner (verletzt) und Justine Stindl (Urlaub) zeichnete sich bald ein enges Match ab – in dem zu den sportlichen Fehlern auch noch Pech hinzukam: Beim Bönnigheimer Freiwurf in der letzten Sekunde der ersten Hälfte wurde der Ball erst abgefälscht, und landete dann über das Gesicht der starken Torfrau Jasmin Scheid und dem Innenpfosten im Gehäuse. So durften sich die Gastgeber über eine 12:11-Pausenführung freuen. Und weil Pforzheim auch weiterhin die Dynamik, Bereitschaft und Abschlussstärke der Vorbereitung vermissen ließ, hatte Bönnigheim bis zur 40. Minute gar auf 16:11 erhöht. Schickle stellte nun um, ließ im Rückraum rotieren. Zugleich übernahm die mit zehn Treffern herausragende Anika Henschel nun Verantwortung, ging vorneweg. In der 55. Minute glich sie zum 20:20 aus. Nun wurde es hektisch. Doch just in der Phase, in der das Spiel zu kippen schien, schlug der TSV wieder zu – und ließ sich den Sieg auch in einer hektischen Schlussphase, in der Pforzheims Valerie Steinhauser nach einem harten Einsteigen disqualifiziert wurde, nicht mehr nehmen. sw

TG 88: Scheid, Bertsch – Steegmüller, Steinhauser 1, Müller 2, Kurstak 4/1, Henschel 10/3, Szabo 2, Bergmane-Versakova 2, Robben Scheuerlein, Maschek 1