760_0900_117503__MR5_6358_jpg_Jubel_nach_dem_1_1_durch_F.jpg
Gut besucht war vergangene Saison das Pokalspiel zwischen dem FC Ersingen und dem TuS Bilfingen – die Ersinger siegten 3:2 nach Verlängerung. Beide Teams sind nun wieder am Start. Klar ist, dass angesichts der Corona-Regeln die Zuschauer nicht mehr so dicht gedrängt stehen dürfen, wie auf diesem Bild.  Foto: Ripberger/PZ-Archiv 

Viele Pforzheimer Clubs vor anspruchsvollen Aufgaben: Erste Fußball-Runde in Baden steht noch deutlich im Zeichen von Corona

Pforzheim. Es ist schon ein sehr spezieller Saisonstart, der da auf Badens Fußballer wartet. Traditionell fällt der Startschuss mit der 1. Runde im badischen Pokal, doch dieses Mal ist vieles anders als sonst. Nicht nur, dass der Pokalsieger 2019/20 noch nicht ermittelt ist, ehe der Wettbewerb 2020/21 startet. Auch kommen die Fußballer aus einer langen Zwangspause, nachdem der Punktspielbetrieb im März coronabedingt eingestellt und die Saison später abgebrochen worden ist.

Etwas Zeit mitbringen

Nun also der Neustart unter besonderen Vorzeichen – auch für die Zuschauer. Bevor der Oberligist 1. CfR Pforzheim am Sonntag um 17 Uhr beim Landesligisten SV Kickers Büchig antritt, weist er seine Anhänger auf der Homepage ausdrücklich darauf hin, was sie im Brettener Vorort erwartet: Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten, jeder Besucher muss am Eingang einen Personalbogen ausfüllen. Man muss also ein bisschen Zeit mitbringen – und sollte etwas früher da sein. Ab 1. August sind für Veranstaltungen wieder bis zu 500 Personen (Sportler und Zuschauer) zugelassen.

Betrachtet man die bisherigen Testspielergebnisse, sollte die sportliche Aufgabe für die Pforzheimer lösbar sein. Während die Oberliga-Kollegen vom FC Nöttingen noch spielfrei sind, stehen die Pforzheimer Landesligisten größtenteils vor anspruchsvollen Aufgaben. So bekommen es der SV Büchenbronn (gegen Friedrichstal) und der FC Ersingen (gegen Langensteinbach) daheim mit Verbandsligisten zu tun. Kaum weniger einfach dürfte der Gang des FC Ispringen zum Landesliga-Konkurrenten Knielingen sein. Der TuS Bilfingen und der SV Huchenfeld müssen beide nach Wiesental zu Kreisligisten. Gastgeber der Huchenfelder ist der FV 1912, Gastgeber der Bilfinger ist der TSV. Da hat der FC Birkenfeld bereits am Samstag die wohl einfachste Aufgabe, wenn er im einzigen Kreisduell der ersten Runde beim A-Ligisten SG Oberes Enztal antreten muss.

Sport+

Zeichen stehen auf Sturm: So will der TuS Bilfingen in der neuen Landesliga-Saison wieder oben angreifen

Aber auch die anderen Pforzheimer Teams aus Kreisliga und A-Klasse stehen vor hohen Hürden. Auf A-Ligist SV Königsbach wartet gegen Oberligist FC Bruchsal angesichts von vier Spielklassen Unterschied eine interessante Erfahrung. Auch Fatihspor Pforzheim ist gegen den hoch gewetteten Verbandsligisten ATSV Mutschelbach klarer Außenseiter. Und für A-Ligist FV Langenalb ist der Landesligist FC Neureut wohl ebenfalls eine Nummer zu groß.

Gespannt sein darf man, wie sich der TSV Grunbach nach dem Rückzug aus der Landesliga mit einer stark verjüngten Mannschaft gegen Landesligist Heidelsheim schlägt. Ähnlich anspruchsvoll ist die Aufgabe des TSV Wurmberg-Neubärental gegen Landesligist VfB Bretten. Gute Chance auf das Erreichen von Runde zwei kann man in den Duellen der Kreisliga-Teams aus Pforzheim und Karlsruhe dem FC Alemannia Wilferdingen (gegen Linkenheim) und FC Alemannia Hamberg (gegen Forchheim) einräumen.

Interessante Duelle möglich

Auf dem Weg zum erneuten Einzug ins Finale ist der Weg des FC Nöttingen auf den ersten Etappen vergleichsweise einfach. Zunächst hat der Pokalfinalist von 2020 – das Endspiel steigt erst am 22. August – in den beiden ersten Runden Freilos. Danach könnten Lokalderbys folgen. Mögliche Gastgeber wären der Remchinger Rivale FC Alemannia Wilferdingen oder der FV Langenalb in Runde drei, sowie der Verbandsligist ATSV Mutschelbach im Achtelfinale – sollten die Karlsbader nicht zuvor an Gegnern wie dem FC Ersingen oder Fatihspor Pforzheim scheitern.

Sport+

Von der Fußball-Oberliga bis zur Rugby-Bundesliga: So plant der Sport in der Region den Neustart

Wesentlich steiniger wirkt der Weg, den der CfR gehen muss. Schon die Auftakthürde beim Landesligisten SV Kickers Büchig ist anspruchsvoll, danach aber wartet voraussichtlich ein Gastspiel beim Oberliga-Rivalen 1. FC Bruchsal. Weitere mögliche Gegner sind die Verbandsligisten Kirrlach oder Durlach-Aue (Runde 3) und SV Spielberg (Achtelfinale).

Gibt es in Runde eins mit der Partie SG Oberes Enztal – FC Birkenfeld nur ein Pforzheimer Kreisderby, könnte es in Runde zwei gleich drei geben. Möglich wäre das Duell der Höhenstadtteile Büchenbronn und Huchenfeld ebenso wie ein Gastspiel des FC Ispringen in Hamberg, sowie ein Auftritt des TSV Wurmberg-Neubärental bei Fatihspor Pforzheim – aber nur, wenn die Türken zuvor Verbandsligist Mutschelbach ausschalten.