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Gab in seinem letzten Spiel für die TGS Pforzheim nochmal alles: Maris Versakovs. Foto: PZ-Archiv, Hennrich

Vizetitel nur knapp verpasst - TGS beendet ihre bislang erfolgreichste Saison

Oppenweiler. Mit 40:20 Punkten hat die TGS Pforzheim ihre bisher erfolgreichste Saison seit ihrer sechsjährigen Zugehörigkeit in der 3. Handball-Bundesliga beendet. Auf der Zielgeraden gelang dem Team von Andrej Klimovets ein furioser Endspurt mit 13:1 Punkten.

Punktgleich mit den Bundesliga Perspektivteams der Rhein-Neckar-Löwen und Balingen-Weilstetten, verpassten die Pforzheimer allerdings die im Endspurt angestrebte Vizemeisterschaft aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs. Am Ende ist es nun Platz vier.

Großer Siegeswille

Mit einem 32:35-Auswärtssieg in Oppenweiler mussten die Pforzheimer noch einmal ihre ganze Kampfkraft und das viel beschworene Herzblut einbringen, um dem scheidenden Trainer zum Abschluss noch einmal ein Erfolgserlebnis bescheren zu können. Waren in den vergangenen Spielen immer die überragenden Defensivleistungen von Wysokinski, James und Ullrich in den jeweils ersten 30 Spielminuten der Schlüssel zum Erfolg, war es beim Gastspiel beim HC Oppenweiler/Backnang eher der größere Siegeswillen der TGS, der letztendlich den Ausschlag zugunsten der Rot-Weißen gab. Wenngleich die Defensive nicht ihre beste Leistung abrufen konnte, hätte zum Seitenwechsel trotz allem schon eine Vorentscheidung gefallen sein können, wären die TGSler bei Tempogegenstößen nach Ballgewinnen, nicht immer wieder an Torhüter Thomas Fink gescheitert. So musste man sich zur Halbzeit mit einer knappen 16:14-Führung zufriedengeben. Dass sich auch Oppenweiler von seinem Publikum in der hitzigen Gemeindesporthalle mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden wollte, zeigte deren Risikobereitschaft bei schnellen Abschlüssen aus dem Rückraum, häufig bevor sich die Defensive der TGS richtig positionieren konnte. Als neun Minuten vor Spielende den Hausherren erstmals der Ausgleich gelang, stand das Spiel auf des Messers Schneide, zumal sich bei den Pforzheimern mangels Wechselalternativen erste Ermüdungserscheinungen breitmachten. Doch mit all ihrer Routine und Abgezocktheit brachten Patrick Zweigner und Maris Versakovs den verdienten Sieg über die Ziellinie, den Michal Wysokinski 50 Sekunden vor Spielende mit seinem vierten Treffer sicher stellte.

Tolle Charaktere

„Was unsere Mannschaft in dieser Saison und vor allem in den letzten sieben Spielen gezeigt hat, war überragend. Ich bin richtig stolz auf die Charaktere dieser Spieler. Das ist eine Mannschaft, wie man sie sich nur wünschen kann; Siegeswillen, Kampfgeist, Herzblut und natürlich auch individuelle Klasse, gepaart mit Spaß und Kameradschaft, das macht unser Team aus“, freute sich TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel, der besonders die Leistung von Yanez Kirschner hervorhob. Ein Gesamtlob gab’s fürs Team: „Wie es auf der Zielgeraden die Ausfälle von Florian Taafel, Davor Sruk, Filip Prsa und gegen Dansenberg auch noch Maris Versakovs kompensiert hat, war perfekt. Ich glaube, wir haben in der Rückrunde auch das Pforzheimer Publikum bestens unterhalten, haben wir doch in 2019 in der Bertha-Benz-Sporthalle keinen einzigen Punkt abgegeben und tollen Handball zelebriert. Jetzt haben wir alle eine kleine Pause verdient, Betonung liegt auf klein, denn am 1. Juli will ich topfitte Spieler zur Saisonvorbereitung begrüßen können“, so Taafel weiter.