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Zupackend will sich Ispringens Kakhaber Khubezthy (links) auch in Rückkampf gegen Aalen zeigen. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Zupackend will sich Ispringens Kakhaber Khubezthy (links) auch in Rückkampf gegen Aalen zeigen. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
29.12.2016

Volle Konzentration im Hexenkessel: KSV Ispringen beim KSV Aalen

Ispringen/Aalen. Die Rechnung der Ispringer Bundesligaringer ist mit dem 11:11 im ersten Halbfinale zur deutschen Meisterschaft nicht ganz aufgegangen. Nun gilt es beim Rückkampf gegen den KSV Aalen heute um 20.30 Uhr auf der Ostalb vielleicht doch noch das schier Unmögliche möglich zu machen, um das Traumziel DM-Finale zu erreichen. Doch in der Arena Hohenlohe in Ilshofen, die bis zu 3200 Zuschauer fasst, erwartet das Ispringer Team und seine Fans Hexenkessel-Atmosphäre.

„Das wird eine schwierige Aufgabe. Wir müssen uns nicht nur mit dem Titelfavoriten auseinandersetzen, sondern haben auch noch das Publikum gegen uns“, betont der Ispringer Vereinschef Werner Koch. Aus dem ersten Kräftemessen am Montag in der Pforzheimer Jahnhalle hatte sich Koch einen knappen Sieg erhofft. Am Ende mussten seine Ringer nach 3:9- und 6:11-Rückstand aber froh über das Unentschieden sein.

„Dadurch bleibt aber alles offen und die taktischen Spielchen gehen wieder von vorne los“, weiß Marcel Ewald. Der Ispringer Teamkapitän hatte in der 57 Kilo-Freistilklasse gegen den Aalener Ahmet Peker mit 0:2 verloren. „Gerade in den niedrigen Gewichtsklassen sind Punkte verschenkt worden. Mal schauen, was wir bei der Aufstellung verändern können“, sagt der ehemalige Nationalringer.

Zwar gilt der KSV Ispringen nach der Gewichtsumstellung im Rückrundensystem als stärker. Ähnliches gilt aber auch für den KSV Aalen, der zudem weitere Weltklasseringer aus dem Hut zaubern könnte. Aalen wird wohl Soner Demirtas (75 Kilo/ Freistil), den Olympia-Dritten von Rio, auf die Matte schicken. Auch der georgische Olympiasieger Vladimer Khinchegashvili (61 Kilo/Freistil) stand am Montag noch nicht im Aalener Kader.

Khubezthy soll es richten

Mit Kakhaber Khubezthy haben die Ispringer aber einen Mann, der Demirtas das Leben schwer machen kann. Khubezthy gelang in Pforzheim gegen Aalens Hassan Omeirate ein Schultersieg. Das kann noch wichtig werden. „Wenn es in Ilshofen wieder Unentschieden endet, können in der Endabrechnung die Schultersiege zählen“, sagt Alen Kovacevic, der Sportliche Leiter der Ispringer. Außerdem sei es für den Gegner wegen der Ausländerregelung nicht möglich, alle seine Topleute einzusetzen, sagt Bernd Reichenbach. Der Ispringer Trainer glaubt auch in der Höhle des Löwen an die Chance seiner Truppe auf das Meisterschaftsfinale. „Dafür ist in jedem Kampf aber volle Konzentration nötig, weil schon der kleinste Fehler alles entscheiden kann.“