760_0900_14598_.jpg Von kleinen Unterschieden: Doppelinterview vor dem Pforzheimer Handball-Derby
Zwei Fäuste, zwei Männer, zwei Vereine: Sven Kaiser (links) will mit der TGS Pforzheim den 16. Sieg in Folge, Bastian Langenfeld hofft auf eine Sensation durch die SG Pforzheim/Eutingen. 

Von kleinen Unterschieden: Doppelinterview vor dem Pforzheimer Handball-Derby

Zwei Pünktchen – um mehr geht es auch am Samstag (19.30 Uhr) in der Fritz-Erler-Halle nicht. Und doch ist auch das vierte Pforzheimer Handball-Derby seit dem Abstieg der SG Pforzheim/Eutingen in die Oberliga etwas Besonderes: Zum einen, weil es das Lokalduell Nr.1 nach der für die SG so bitteren 18:33-Pleite gegen die TGS Pforzheim im November 2012 ist. Zum anderen, weil die zwei Punkte für beide Mannschaften wichtig wären: Für die TGS im Auf-, für die SG im Abstiegskampf. Vor dem Handball-Schlager bat die PZ Bastian Langenfeld, Abwehrchef der SG, und Sven Kaiser, Spielmacher der TGS, zum Doppelinterview.

PZ: Herr Langenfeld, will die SGPforzheim/Eutingen am Samstag überhaupt antreten?

Bastian Langenfeld: Auf jeden Fall. Gerade nach dem Hinspiel haben wir was gut zu machen. Eine Niederlage kann ja passieren, aber das war sehr deutlich, das hat uns allen nicht gefallen. Wir wollen zeigen, dass der Unterschied zwischen SG und TGS nicht so groß ist, wie es im Hinspielschien.

PZ: Mit Philip Schückle, Malte Röpcke und Manuel Mönch kamen jetzt auch noch drei Verletzte hinzu. Ist die TGS Pforzheim da überhaupt zu stoppen?

Langenfeld: Handball ist ein Sport, bei dem man über Kampf viel erreichen kann. Wenn wir die richtige Einstellung haben, wird es für die TGS auf jeden Fall sehr schwer. Und wenn die es schwer haben, können wir gewinnen.

PZ: Herr Kaiser, wie ist das bei der TGS? Wetten die Spieler da schon über die Höhe des Sieges im Derby?

Sven Kaiser: Auf gar keinen Fall. Wir sind realistisch. So ein Sieg wie im Hinspiel, auf den Bastian anspielt, ist eigentlich nicht wiederholbar. Die Höhe ist für uns egal, solange es ein Sieg ist.

PZ: An was haben Sie an den Feiertagen denn häufiger gedacht? An die 3.Liga oder an das Derby?

Kaiser: Soll ich jetzt die Floskel bringen... Wir denken von Spiel zu Spiel.Langenfeld: (lacht) Das macht zwei Euro fürs Phrasenschwein.Kaiser: Nein, wir denken natürlich immer zuerst an das nächste Spiel, gerade das Derby ist nach wie vor etwas Besonderes. Über die Weihnachtspause hat man aber auch die Möglichkeit, sich langfristig Gedanken zu machen. Und wir machen ja auch keinen Hehl mehr daraus, dass wir mit der dritten Liga planen müssen. Es wäre fahrlässig, wenn wir das in der aktuellen Lage nicht tun würden.

Das ausführliche Interview steht am Samstag auf einer kompletten Seite in der Pforzheimer Zeitung. Darin verraten Langenfeld und Kaiser auch, welchen Spieler des Gegners sie gerne in den eigenen Reihen hätten, und ob es bei den Pokerabenden der Teams um viel Geld geht.