760_0900_68085_60665133.jpg
Unvergesslicher Moment aus der Nöttinger Pokalgeschichte: Niklas Hecht-Zirpel (rechts) hat soeben beim 1:3 gegen Bayern München das 1:1 erzielt und dreht jubelnd ab. Links Bayern-Torhüter Sven Ulreich. DPA-Archiv/Deck (2), Strobel, 
760_0900_68087_41531534.jpg
Zweikampf mit einem Nationalspieler: Nöttingens Kapitän Timo Brenner (links) im DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Schalke 04 mit Kapitän Benedikt Höwedes im Wildparkstadion. Dieses Spiel verlor Nöttingen 0:2. 
760_0900_68086_33430768.jpg
Erster Auftritt im DFB-Pokal: Felix Zachmann beim 1:6 gegen Hannover (vorne Jan Schlaudraff) in Reutlingen. 

Vor Pokal-Auslosung: FC Nöttingen will am liebsten noch einmal gegen die Bayern ran

In Sachen DFB-Pokal hat man sich beim FC Nöttingen in den vergangenen Jahren schon eine gehörige Portion Routine zugelegt. In den vergangenen fünf Jahren war der Dorfverein schon dreimal im Konzert der Großen dabei, spielte gegen die drei Erstligisten Hannover 96 (2012), Schalke 04 (2013) und den FC Bayern München (2015).

Jetzt hat sich der Regionalliga-Absteiger als Sieger des badischen Pokals zum vierten Mal für die 1. Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Gespannt blicken alle der Auslosung am kommenden Sonntag um 18.00 Uhr in der ARD-Sportschau entgegen. Bleibt das Losglück den Nöttingern treu? Gibt es wieder einen Erstligisten? Oder gar noch einmal ein Hammerlos wie 2015 mit dem FC Bayern? Rund um die Auslosung beantwortet die PZ die wichtigsten Fragen.

Wo findet die Auslosung statt? Sind Vertreter des FC Nöttingen live dabei?

Künftig wird die Auslosung immer im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund stattfinden, so auch am Sonntag. Der FC Nöttingen ist mit einer sechsköpfigen Delegation vertreten, angeführt von Vereinschef Dirk Steidl und Spieltags-Organisationschef „Matze“ Schäfer. Aber auch im Nöttinger Clubhaus kann man am Sonntag ab 16.00 Uhr gemeinschaftlich der Auslosung entgegenfiebern.

Wer kommt als Nöttinger Gegner in Frage?

Als Amateurverein hat der FCN auf jeden Fall ein Heimspiel und bekommt einen Profiverein zugelost. Die Amateurvereine befinden sich zusammen mit den vier Spitzenteams aus der dritten Liga und den vier schlechtesten Mannschaften der 2. Liga in Lostopf eins, in Lostopf zwei befinden sich alle 18 Erstligisten und die 14 besten Teams der 2. Liga aus der vergangenen Saison (siehe Übersicht).

Wen wünscht man sich beim FC Nöttingen als Gegner?

Dirk Steidl ist da relativ humorlos. „Der FC Bayern München geht immer“, sagt der Vereinschef. Er weiß: Der deutsche Rekordmeister garantiert ein ausverkauftes Stadion und optimale Einnahmen über die bereits sicheren 115 000 Euro Fernsehgeld hinaus. Auch Linksaußen und Bayern-Fan Mario Bilger würde nicht Nein sagen, wenn er ein zweites Mal gegen seine Idole antreten dürfte. Unter den Spielern fallen auch immer wieder die Namen von Borussia Dortmund, Mönchengladbach und VfB Stuttgart. Staatsmännisch gelassen nimmt es der Kapitän: „Es ist egal, wer kommt. Wir hatten schon so viel Losglück“, sagt Timo Brenner.

Wann findet die erste Runde im DFB-Pokal statt?

Gespielt wird vom 11. bis 14. August (Freitag bis Montag).

Wo wird der FC Nöttingen sein Spiel austragen?

Wie in den Jahren 2013 und 2015 im Karlsruher Wildparkstadion. Die Lila-Weißen werden auch bei einem weniger attraktiven Gegner in die 30 000 Zuschauer fassende Arena in der Residenzstadt gehen. „Egal was passiert“, sagt Dirk Steidl und lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe in den vergangenen Jahren. Allerdings wird es – wie schon 2013 – wieder ein Terminproblem geben, weil der KSC als Zweitliga-Absteiger in der ersten Pokalrunde ebenfalls ein Heimspiel hat. Vor vier Jahren mussten die Nöttinger deshalb mit der Partie gegen Schalke auf den weniger attraktiven Montag ausweichen, weil der KSC gegen Wolfsburg am Samstag spielte.

Wer entscheidet, wann welche Spiele stattfinden?

Der Einfluss der Vereine auf die genaue Terminierung ist gering. Der DFB achtet bei Ansetzung der Spiele vor allem darauf, dass sich verfeindete Fangruppen auf ihren Reiserouten nicht in die Quere kommen können. Auch soll die Polizei durch Häufung von Spielen in Baden-Württemberg an einzelnen Tagen nicht in Personalnöte gebracht werden.