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Jubeln konnten die TGS-Handballer um Trainer Andrej Klimovets beim Hinspiel-Sieg gegen Baden-Baden. So soll es nun auch im Rückspiel sein.  Foto: PZ-Archiv/Ripberger 

Vor Winterpause: TGS Pforzheim will gegen TVS Baden-Baden Zeichen setzen

Pforzheim. Mit den beiden Heimniederlagen gegen Oppenweiler/Backnang und Balingen/Weilstetten hat sich für die Handballer der TGS Pforzheim die an sich recht erfolgreiche erste Halbserie der Saison 2018/2019 in der 3. Liga Süd doch wieder etwas eingetrübt. Grund genug bei der das Jahr abschließenden Begegnung am Freitag (20.30 Uhr) beim TVS Baden-Baden noch einmal ein Zeichen zu setzen, bevor es in die durch die WM bedingte einmonatige Spielpause geht.

Verschleißerscheinungen

Diese Pause dürfte den Pforzheimern entgegenkommen, waren in den letzten beiden Spielen doch vor allem in Bereich der Abwehr Verschleißerscheinungen nicht zu übersehen. Die Pause gibt auch Keeper Sebastian Ullrich Gelegenheit, seine Fußverletzung vollends auszukurieren, obwohl der Zerberus freilich gerade am Freitagabend in seiner mittelbadischen Heimat allzu gerne wieder mit auflaufen würde. Des Lokalkolorits wegen dürfte sich auch Yanez Kirschner, der aus dem Baden-Baden nahe gelegenen BSV Sinzheim hervorgegangen ist, besonders engagiert und spielfreudig zeigen.

Nicht in die Rubrik 08/15 fällt der heutige Abend wohl auch für Filip Prsa und Marco Kikillus und zwar aus zweierlei Gründen: Für Prsa, weil nach dem überragenden Comeback die „Kopfbremse“ nach dem Kreuzbandriss wohl gelöst ist, für den Torjäger auf der rechten Außenbahn, weil es die ungewohnte Nullausbeute aus dem Balinger Spiel nicht auf sich sitzen lassen will. Die anstehende Spielpause und die zwischenzeitliche Platzierung zwischen Gut und Böse gibt auch Andrej Klimovets Gelegenheit an taktischen Stellschrauben zu drehen. Mit der phasenweisen Rückraumbesetzung Prsa-James-Kirschner hat man möglicherweise bereits im Balinger Spiel eine entsprechende Variante gesehen.

Lange Durststrecke

Beim Gegner TVS Baden-Baden ist der Aufstiegseuphorie zwischenzeitlich Ernüchterung gefolgt. Nach dem Auftaktsieg gegen Mitaufsteiger TV Willstätt haben die Mannen von der Oos bei den folgenden 16 Auftritten gerade noch einen Zähler zusammengebracht, die Niederlage im Kellerduell in Willstätt am vergangenen Spieltag dürfte für die Sandweirer wohl ein neuer Tiefpunkt gewesen sein. Bei fünf Zählern Rückstand auf das rettende Ufer wird es für die Baden-Badener schwer werden, sich die Liga zu sichern.