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Die SG Pforzheim/Eutingen: hinten von links: Alexander Lipps (Trainer), Chris Wark, Bastian Langenfeld, Michael Hohnerlein, Goran Gorenac, Arne Ruf, Ingo Catak, Lukas Gallus, Tobias Müller (Co-Trainer), Wolfgang Lipps (Sportlicher Leiter); Mitte von links: Andreas Seganfreddo (Teamverantwortlicher), Nicolai Gerstner, Manuel Mönch, Sandro Münch, Tom Schlögl, Marius Hufnagel, Jan Strehlau, Dominik Seganfreddo, Philip Schückle, Maren Wilhelm (Physio); vorne von links: Max Lupus, Nils Wilhelm, Mile Matijevic, Dennis Handtmann, Ricardo Petruzzi, Jonas Kraus, Julian Broschwitz.
Die SG Pforzheim/Eutingen: hinten von links: Alexander Lipps (Trainer), Chris Wark, Bastian Langenfeld, Michael Hohnerlein, Goran Gorenac, Arne Ruf, Ingo Catak, Lukas Gallus, Tobias Müller (Co-Trainer), Wolfgang Lipps (Sportlicher Leiter); Mitte von links: Andreas Seganfreddo (Teamverantwortlicher), Nicolai Gerstner, Manuel Mönch, Sandro Münch, Tom Schlögl, Marius Hufnagel, Jan Strehlau, Dominik Seganfreddo, Philip Schückle, Maren Wilhelm (Physio); vorne von links: Max Lupus, Nils Wilhelm, Mile Matijevic, Dennis Handtmann, Ricardo Petruzzi, Jonas Kraus, Julian Broschwitz.
31.08.2016

Vor dem Saisonstart: SG Pforzheim/Eutingen baut auf den Nachwuchs und will Klassenerhalt

Pforzheim. Neuland ist die Drittklassigkeit für die SG Pforzheim/Eutingen nicht. Schon 2004 und 2010 hatte der Verein mit seiner ersten Handball-Männermannschaft den Sprung in diese Leistungsklasse, die damals noch Regionalliga hieß, geschafft. Doch das Niveau ist gestiegen, wie SG-Vorsitzender Jörg Lupus betont. Spielten 2004 noch über 100 Vereine in den damaligen Regionalligen, sind es jetzt nur noch 64 in den vier Staffeln der 3. Liga.

Deshalb kann es für die SG – da sind sich alle Vereinsvertreter einig – nur ein Ziel geben: den Klassenerhalt. Und das wird schwer genug. „Unser Ziel ist es, uns schnell ein Punktepolster zu schaffen“, sagt Lupus. „Wir müssen von Anfang an Punkte hamstern“, fordert Trainer Alexander Lipps.

Spiele SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 3. Sept., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – SV 64 Zweibrücken

Samstag, 10. Sept., 20.00 Uhr:

HC Oppenweiler/Backnang – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 17. Sept., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – TV Großsachsen

Samstag, 24. Sept., 19.30 Uhr:

HG Oftersheim/Schwetzingen – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 8. Okt., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – HBW Balingen-Weilstetten II

Samstag, 15. Okt., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – TuS Fürstenfeldbruck

Samstag, 22. Okt., 19.00 Uhr:

TGS Pforzheim – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 29. Okt., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – SG Köndringen/Teningen

Samstag, 5. Nov., 19.30 Uhr:

TSG Haßloch – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 12. Nov., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – TV Hochdorf

Freitag, 18. Nov., 20.00 Uhr:

SG Kronau-Östringen II – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 26. Nov., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – TSB Heilbronn-Horkheim

Sonntag, 4. Dez., 17.00 Uhr:

SG Nußloch – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 10. Dez., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – VfL Pfullingen

Samstag, 17. Dez., 17.00 Uhr:

VTV Mundenheim – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 14. Jan., 18.00 Uhr:

SV 64 Zweibrücken – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 21. Jan., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – HC Oppenweiler/Backnang

Samstag, 28. Jan., 20.00 Uhr:

TV Großsachsen – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 4. Febr., 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – HG Oftersheim/Schwetzingen

Sonntag, 12. Febr., 17.00 Uhr:

HBW Balingen-Weilstetten II – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 18. Febr., 19.30 Uhr:

TuS Fürstenfeldbruck – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 4. März, 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – TGS Pforzheim

Samstag, 11. März, 20.00 Uhr:

SG Köndringen/Teningen – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 18. März, 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – TSG Haßloch

Samstag, 25. März, 19.30 Uhr:

TV Hochdorf – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 1. April, 20.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – SG Kronau-Östringen II

Samstag, 8. April, 20.00 Uhr:

TSB Heilbronn-Horkheim – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 22. April, 18.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – SG Nußloch

Samstag, 29. April, 20.00 Uhr:

VfL Pfullingen – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 6. Mai, 19.00 Uhr:

SG Pforzheim/Eutingen – VTV Mundenheim

Das ideale Umfeld

Die 3. Liga ist das ideale Umfeld für die SG. Das haben die Vereinsvertreter stets betont und deshalb ist man auch so glücklich, dass der Aufstieg endlich geschafft worden ist. Talente, die aus der eigenen Bundesliga-A-Jugend nach oben streben, finden in der 3. Liga ein sportlich anspruchsvolleres Umfeld als eine Etage darunter.

Kritik an der Regel-Revolution

Seit dem 1. Juli gelten im Handball eine Reihe neuer Regeln. Am spektakulärsten dabei ist die Regel, dass ein siebter Feldspieler, der für den Torhüter aufs Parkett kommt, kein Leibchen mehr tragen muss. „Die neue Regel mit dem siebten Feldspieler revolutioniert den Handball. Bei guter Ausführung sind Zeitstrafen nur noch bedingt Bestrafungen. Es wird viele Tore durch Torhüter geben. Durch die Regel wird das Spiel für das sogenannte Eventpublikum noch schwerer zu verstehen sein und verkompliziert“, kritisiert Wolfgang Taafel, Handball-Abteilungsleiter der TGS Pforzheim.

Auch Andrej Klimovets, Trainer der Drittliga-Mannschaft der TGS, ist kein Freund dieser Regelung und lässt offen, ober er die neue Torwartregel nutzen möchte: „Das wird von Fall zu Fall entschieden. Da muss man besonders darauf achten, wer gerade auf dem Feld steht und die wichtigen Entscheidungen in diesem Zusammenhang umsetzen kann. Wenn da unkonzentriert abgeschlossen wird, werden die Torhüter noch zu den Top-Torschützen“, so Klimovets, Handball-Weltmeister mit Deutschland 2007.

Auch Alexander Lipps, der Coach der SG Pforzheim/Eutingen, ist kein Freund der drastischen Regel-Veränderung: „Das trägt nicht zur Attraktivität des Handballs bei. Handball sollte normal bleiben.“ Lipps befürchtet auch, dass das Spiel härter wird, weil Zeitstrafen durch geschicktes Spiel mit einem zusätzlichen Feldspieler statt des Torwarts recht gut kompensiert werden können. Ob er mit seiner Mannschaft die neue Regel nutzt, lässt Lipps offen. „Wir konzentrieren uns erst mal auf den normalen Handball.“

Kritisch sehen die Handballer in Pforzheim auch die neue Regel, nach der ein Spieler drei Angriffe aussetzen muss, wenn er auf dem Feld behandelt werden muss und der Gegner nicht bestraft wurde. „Diese Regel ist eine Katastrophe und gleichzustellen mit der Idee, das Harz zu verbieten. Diese Regeln machen den Handball, wie man ihn kennt, schlichtweg kaputt“, glaubt Wolfgang Taafel. mm

Mit Julian Broschwitz, Arne Ruf, Tom Schlögl und Chris Wark, alle Jahrgang 1997, rücken vier Talente hoch in die erste Mannschaft. Broschwitz und Ruf waren schon in der vergangenen Aufstiegssaison Leistungsträger im SG-Team. Mit Max Lupus, Jan Strehlau, Michael Hohnerlein und Sandro Münch tummeln sich weitere blutjunge Spieler aus dem eigenen Talentstall in der Drittliga-Mannschaft von Alexander Lipps. Leider hat sich Münch, einer der Top-Torschützen im Aufstiegsjahr, in der Vorbereitung den Arm gebrochen und fällt vorerst aus.

Wechsel / Kader

Zugänge: Mile Matijevic (TV Großwallstadt), Ingo Catak (TV Bretten), Goran Gorenac (Istres Handball), Dennis Handtmann (SG Pforzheim II), Julian Broschwitz, Tom Schlögl, Chris Wark,

Arne Ruf (alle SG Pforzheim A-Jugend) – Abgänge: Stefan Koppmeier (TV Großwallstadt), Georg Kern (HC Neuenbürg), Carlo Petruzzi (Pause), Eugeniu Andreev, Drasko Mrvalievic, David Krypczyk, Raphael Blum (alle Ziel unbekannt).

Kader: Tor: Mile Matijevic, Rico Petruzzi, Dennis Handtmann – Rückraum: Manuel Mönch, Sandro Münch, Nicolai Gerstner, Goran Gorenac, Julian Broschwitz, Lukas Gallus, Tom Schlögl, Arne Ruf, Bastian Langenfeld, Ingo Catak – Kreis: Jan Strehlau, Michael Hohnerlein, Philip Schückle, Chris Wark – Außen: Jonas Kraus, Max Lupus, Marius Hufnagel, Dominic Seganfreddo, Tobias Müller, Mils Wilhelm – Trainer: Alexander Lipps.

Doch nur mit jungen Talenten geht es eh nicht in der stark besetzten 3. Liga Süd der Männer. Deshalb hat der Verein gehandelt und mit Goran Gorenac, Mile Matijevic und Ingo Catak noch externe Erfahrung dazugeholt. Matijevic kommt aus Großwallstadt und wird die Nummer eins im Tor. Gorenac ist der erwünschte Linkshänder für den Rückraum. Der 2,08 Meter große Hüne, der zuletzt in der 2. Liga in Frankreich spielte, soll zusammen mit Ingo Catak auch in der Abwehr seine Stärken zur Geltung bringen.

Gespannt sein darf man, wie die alten Hasen bei der SG, Manuel Mönch, Marius Hufnagel, Bastian Langenfeld oder auch Philip Schückle, in der 3. Liga klarkommen. Mönch, auch ein Eckpfeiler im Rückraum, ist mit seinen 31 Jahren noch einmal voll motiviert und im Training mehr gelaufen als je zuvor, wie er lachend erzählt. „Wir haben auf jeden Fall die Chance auf den Klassenerhalt. Die Verletzung von Sandro Münch hat uns schon geschockt. Aber ich denke, wir fangen das auf“, so Mönch.