nach oben
Immerhin schon acht Torschüsse gab Freiburgs Nils Petersen ab. Foto: Seeger
Immerhin schon acht Torschüsse gab Freiburgs Nils Petersen ab. Foto: Seeger
Auf die Erfahrung von Mario Gomez setzt der VfB Stuttgart. Foto: Gtres
Auf die Erfahrung von Mario Gomez setzt der VfB Stuttgart. Foto: Gtres
14.09.2018

Vor dem direkten Duell stehen Freiburg und VfB Stuttgart unter Druck

Freiburg/Stuttgart. Null Punkte, zusammen nur ein Tor: Der Saisonstart des SC Freiburg und des VfB Stuttgart war zumindest von den nackten Zahlen her unterirdisch. Im direkten Duell am Sonntag (18 Uhr/Sky) hoffen beide auf ihre Mittelstürmer.

Weder Nils Petersen noch Mario Gomez stehen gerne im Mittelpunkt. Im badisch-württembergischen Derby zwischen Freiburg und Stuttgart wollen sie sich dennoch feiern lassen. „Dass wir nur ein Tor geschossen haben, bei der Anzahl an Chancen, ist furchtbar und null Punkte zu haben extrem ärgerlich“, monierte SC-Trainer Christian Streich: „Die Punkteausbeute steht nicht im Verhältnis zu dem, was sie gespielt haben.“

Auch sein Kollege Tayfun Korkut ist unglücklich über die Ausbeute. „Wir wissen, dass wir zielstrebiger sein müssen im nächsten Spiel. Dass wir auch in die gefährlichen Zonen kommen müssen, wenn wir das Spiel gewinnen wollen“, sagte der VfB-Trainer gestern. Der direkte Vergleich spricht fürs Schlusslicht: Sechs der vergangenen sieben Partien gegen Freiburg gewann der VfB.

Petersen dem Torerfolg näher

Die kurzfristige Bilanz ist allerdings bei beiden Clubs ein Desaster: Nur SC-Verteidiger Dominique Heintz traf – beim 1:3 bei 1899 Hoffenheim. Während Neu-Nationalspieler Petersen zumindest auf acht Torschüsse kommt und damit hinter seinem Sturmpartner Florian Niederlechner auf dem geteilten vierten Platz der Liga steht, ist Ex-Nationalspieler Gomez angesichts von bisher nur drei Schüssen aufs Tor keine sonderlich große Gefahr gewesen. Zuletzt brachte er beim 0:3 gegen seinen Ex-Club FC Bayern München nicht einen Torschuss zustande.

Bei den beiden Angreifern, die sich nicht nur aus der Nationalmannschaft sondern auch aus einer gemeinsamen Saison bei den Bayern kennen, macht ein Blick auf die Statistik Hoffnung: Gomez traf in elf Partien gegen Freiburg zehn Mal, Petersen schoss in den vergangenen fünf Duellen mit dem VfB vier Tore.

Freiburgs Trainer Streich warnte vor dem dreimaligen deutschen Meister Gomez, der 2013 auch beim Champions-League-Sieg der Bayern dabei war. „Du musst genau wissen, in welcher Situation er was macht. Da sind Muster erkennbar, aber er macht es so gut, dass, wenn man es nicht optimal gegen ihn macht, er trotzdem Tore schießt“, analysierte Streich. „Die Innenverteidiger und Außenverteidiger müssen wissen, wo Mario Gomez in der Regel steht. Klar haben wir uns mit ihm beschäftigt, weil er Qualität hat.“

Korkut dagegen legte im Training nach eigenen Angaben den Fokus auf die eigenen Mittel: „Wir haben uns gar nicht so sehr damit beschäftigt, was macht der Gegner. Klar, wir wissen um die Abläufe der Freiburger. Für uns war aber wichtiger, dass wir unsere Abläufe wieder reinbekommen“, sagt er. „Wir wissen schon, wo Mario seine Stärken hat, wo Nicolás (González) seine Stärken hat“, betonte Korkut. Nur brauche es dazu eben auch Vorlagen.

Wie wichtig die beiden Mittelstürmer für ihre Clubs sind, zeigt die Statistik der vergangenen Saison. Petersen war an 50 Prozent der 32 Freiburger Treffer beteiligt (15 Tore, eine Torvorlage) – niemand in der Bundesliga hatte eine bessere Quote. Als bester deutscher Stürmer kam er in der Torjägerliste hinter dem Polen Robert Lewandowski auf Rang zwei.

Gomez war immerhin an zehn der 23 VfB-Tore direkt beteiligt, erzielte acht davon selbst. Am Ende reichte ihm eine halbe Spielzeit, um Stuttgarts Top-Torschütze und -Scorer 2017/18 zu werden. Denn Gomez war erst im Januar vom VfL Wolfsburg zu seinem Heimatclub zurückgekehrt. Zwei seiner Tore gelangen ihm beim 2:1 des VfB in Freiburg.