nach oben
Hat mit dem VfB Stuttgart noch Einiges vor: Christian Gentner. Foto: dpa
Hat mit dem VfB Stuttgart noch Einiges vor: Christian Gentner. Foto: dpa
17.08.2018

Vor der Pokalprüfung signalisiert Christian Gentner eine Vertragsverlängerung beim VfB Stuttgart

Stuttgart/Rostock. Vor dem ersten Pflichtspiel der Stuttgarter in der neuen Saison hat sich der Kapitän noch einmal zum VfB bekannt. Christian Gentner will seinen auslaufenden Vertrag verlängern. „Wir haben bereits erste Gespräche geführt“, sagte der 33-Jährige der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Mit dem VfB startet Gentner am Samstag (20.45 Uhr/Sky) beim Drittligisten Hansa Rostock in den DFB-Pokal.

Trainer Tayfun Korkut hielt sich vorab bedeckt. Zur Aufstellung sagte er nur: „Für die Startelf sind alle Kandidaten vom Gefühl her.“

Spielt der französische Fußball-Weltmeister Benjamin Pavard? Erhält in der Viererkette rechts Neuzugang Pablo Maffeo den Vorzug vor Andreas Beck, der nach einem Kreuzbandriss wieder einsatzfähig ist? Gibt es überhaupt vier Verteidiger oder vielleicht eine Fünferkette? All das überlässt Korkut wie üblich den Spekulationen von Fans und Medien.

Dennoch haben sich Dinge verändert. Korkut ist im August nicht mehr der Ersthelfer aus dem Januar, der den Traditionsverein mit aller Kraft vor dem Abstieg aus der Bundesliga bewahren sollte. Er hat nicht mehr den Druck, mit dem Aufsteiger und einer für seinen Vorgänger Hannes Wolf zusammengestellten Mannschaft in jeder Partie punkten zu müssen.

Korkut ist Cheftrainer eines Teams, das schon Wochen vor dem Trainingsauftakt seine Zugänge kannte – und das mit dem Abstieg nach Meinung des Sportchefs nichts zu tun haben wird. „Ich lege mich jetzt schon fest: Wir werden nicht absteigen. Wir werden auch nicht groß in den Abstiegskampf geraten“, sagte Michael Reschke schon Mitte Juli. Inzwischen liegt eine Vorbereitung ohne Niederlage und ohne Verletzungen hinter dem VfB.

Korkut äußert sich in der Öffentlichkeit gewohnt zurückhaltend: „Klar gehen wir optimistisch in die Saison. Aber ich bin zu lange dabei, um Prognosen abzugeben.“ Die Sympathie und Euphorie, die ihm nach dem schwierigen Start inzwischen entgegenschlagen, lassen den ehemaligen türkischen Nationalspieler trotzdem weiter seine zurückhaltende Art pflegen. Sprüche wie von Julian Nagelsmann, selbstbewusste Ansagen nach Art von Ralph Hasenhüttl – die gibt es von Korkut nicht.

Innerhalb der Mannschaft ist der ehemalige Trainer von Hannover 96 und Bayer Leverkusen dennoch ein Freund deutlicher Worte. Beim Training darf es auch mal derb werden. Korkut sagt: „Ich bin nicht da, um alle glücklich zu machen. Ich bin da, um alle Spieler so bereit zu machen, dass sie für den VfB das Beste geben können.“

Verschärfter Konkurrenzkampf

Die Optionen durch Zugänge wie Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Nicolás Gonzalez oder Marc Oliver Kempf freuen ihn. „Ich habe gespürt, dass wir nicht nur mehr Möglichkeiten haben, sondern dass auch der Konkurrenzkampf größer ist“, erzählte Korkut vor der Reise Richtung Ostsee.

Alle drei bisherigen Pokalduelle beider Clubs gewann Hansa. Das kümmert Korkut nicht. „Da hab ich sowieso gar nicht drüber nachgedacht, ob das ein Angstgegner ist. Das ist Vergangenheit“, sagte er. In der Gegenwart ist Korkut der Chef. Und mit ihm klappt es gut beim VfB.