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Besonders jubeln wollen wieder die Karlsruher Enrico Valentini (links) und Manuel Gulde. Deck 

Vorfreude auf ein „geiles Spiel“ - Der Karlsruher SC hofft auf ersten Sieg in Kaiserslautern

Unentschieden gespielt – ja. Aber gewonnen hat der Karlsruher SC auf dem „Betze“ schon eine Ewigkeit nicht mehr. Deutschlands einst höchsten Fußballberg haben die Wildparkprofis zuletzt am 24. Oktober 1992 bezwungen (3:2) und insgesamt nur viermal bei 28 Versuchen. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) wollen die Blau-Weißen endlich wieder einmal die badische Fahne in der Pfalz hissen.

„Wir fahren dorthin, um zu gewinnen“, bekräftigte Markus Kauczinski das Karlsruher Vorhaben. Seine Mannschaft habe eine gute Trainingswoche hingelegt, „die Stimmung ist gut“, und die Situation am Adenauerring „entspannt.“ Erstens hinsichtlich des Klassenerhalts. Abstiegsgefahr sei zwar nie ein Thema im Wildpark gewesen. Aber in einen negativen Lauf könne man trotzdem mal reinrutschen. „Jetzt jedoch, mit 38 Punkten und 13 Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16“, so der KSC-Coach, „müssen wir nicht mehr nach unten schauen. Es ist einfach schöner, wenn man Gewissheit hat.“

Entspannt ist die Situation beim Tabellenachten aber auch aus personellen Gründen. Von den für die Startelf in Frage kommenden Spielern ist – nach wie vor – nur Dennis Kempe verletzt (Wadenzerrung). Dominic Peitz hat seine Gelb-Rot-Sperre aus dem badischen Derby in Freiburg abgesessen und wird zumindest zum Aufgebot für das Südwest-Derby gehören. Aber nicht nur darauf legte sich Kauczinski am Freitag schon fest. Mohamed Gouaida bleibt Startspieler, gab der Karlsruher Cheftrainer noch bekannt. „Das hat er sich verdient.“

Gerade noch rechtzeitig vor dem Südwest-Gipfel hat der FCK seine Talfahrt gestoppt und nach fünf Niederlagen hintereinander am vergangenen Sonntag 2:0 gegen Sandhausen gewonnen. „Die werden uns alles abverlangen“, weiß Kauczinski. Die vermutlich 35.000 Zuschauer werden auf dem „Betze“ eine tolle Stimmung entfachen, das Spiel werde „hoch und runter gehen“, meint der KSC-Coach. Torhüter und Kapitän René Vollath erwartet ein „geiles Spiel“.

Appell an die Fans

Weil „beide Fanlager diesem Spiel sehr viel Bedeutung beimessen“ (Kauczinski) und in der jüngeren Vergangenheit die Konfrontation suchten, appellieren beide Vereine an ihre Anhängerschaft: „Das Südwestderby zwischen dem KSC und dem 1. FC Kaiserslautern steht seit jeher für Begeisterung, Leidenschaft und Emotionen – aber nicht für Hass, Gewalt und Pyrotechnik. Daher wünschen sich auch die Mannschaften ein stimmungsvolles und friedliches Derby.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Vollath – Valentini, Thoelke, Gulde, Sallahi – Krebs, Meffert – Gouaida, Prömel, Yamada – Diamantakos.