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Wurfgewalt beim Aufsteiger TV Ispringen: David Mönch. Foto: J. Müller

Vorschau Handball-Verbandsligen: TGS Pforzheim II wird hoch gehandelt

Pforzheim. Gut vertreten ist der Handballkreis Pforzheim in der kommenden Saison auf Verbandsebene. Dem Verbandsligisten TGS Pforzheim II werden von der Konkurrenz sogar Titelchancen eingeräumt.

Badenliga

Nachdem der HC Neuenbürg als Meister in die Oberliga Baden-Württemberg aufgestiegen ist, vertritt die SG Pforzheim/Eutingen II den Handballkreis Pforzheim in der Badenliga nun alleine. Bei den zu den Dinos der Liga gehörenden Eutingern hat es innerhalb der letzten beiden Spielrunden einen deutlichen Umbruch gegeben. Um die erfahrenen Bastian Langenfeld, Carlo Petruzzi, Nils Wilhelm und Markus Belger sind nun ausschließlich sehr junge und in der Badenliga unerfahrene Akteure im Team. Ergänzt werden diese wie jedes Jahr um junge Kaderspieler bzw. Rekonvaleszenten aus dem BWO-Team. Die Talente sollen zudem an den Herrenspielbetrieb herangeführt werden. Als externe Zugänge konnte Trainer Carsten Lipps, der weiterhin zusammen mit Nils Wilhelm das Team coacht, Jonathan Iberer (SKV Rutesheim), Max Sormani (MTV Karlsruhe), der bereits seit zwei Jahren bei der SG Jugendmannschaft trainiert, Clemens Zucker (Rückkehr von der TSG Söflingen II) und Darien Holler (TV Großwallstadt Jugendakademie) begrüßen. Nicht mehr dabei sind Tobias Ungerer (Karriereende), Dominik Brath (BSV Phönix Sinzheim) sowie Jonas Stegmüller (Auslandsstudium).

Verbandsliga

In der Verbandsliga sieht Florian Taafel, Trainer der TGS Pforzheim II, im TSV Rot den kommenden Meister und seine eigene Vertretung im vorderen Drittel. Bei der Ligakonkurrenz wird aber auch die Perspektivmannschaft vom Pforzheimer Wartberg, die die vergangene Spielrunde bereits als Tabellenvierter im Endklassement abschloss, bei der Nennung der Favoriten auf Titel und Aufstieg immer wieder genannt. Zum Grundgerüst der Mannschaft mit Finn Malolepszy, Lukas Salzseeler, Manuel Blum und David Kautz (die alle auch im Drittliga-Kader stehen), Markus Bujotzek, Florian Rost und Jörg Ludwig, sind Antonio Bogdanic aus dem Drittliga-Kader, Lasse Malolepszy und Nils Eckhardt aus der eigenen Jugend, Lovo Leko vom TSV Altensteig sowie Nils Seyfried von der SG Pforzheim/Eutingen gestoßen. Nicht mehr dabei sind Jakob Fassunge, Alexander Klimovets sowie Torhüter Dominink Merz. Auch Julian Rost wird nach einer Kreuzband-OP wohl erst gegen Ende der Saison wieder mitspielen können.

Nach einem Jahr des Wiederaufbaus in der Landesliga mischt auch der TV Ispringen wieder in der Verbandsliga mit. Mit einer eingespielten Mannschaft, die nach Ispringer Einschätzung stärker als beim einjährigen Gastspiel vor zwei Jahren ist, sieht man dem erneuten Anlauf in der zweithöchsten Spielklasse auf Verbandsebene mit Optimismus entgegen. In einer Liga, die im Mittelfeld extrem ausgeglichen scheint, gilt beim Aufsteiger, das Ziel Klassenerhalt als realisierbar. Zusätzlich zur Verfügung stehen Trainer Daniel Erlenmaier, der die Mannschaft im zweiten Jahr coacht, die Nachwuchsspieler Tim Siedelmann und Tobias Lachsstädter. Nicht mehr dabei ist Nico Müller, der auswärts studiert. Im Favoritenkreis werden von den Ispringern die Vertretungen der HSG Walzbachtal, die TSG Dossenheim und der TSV Rot erwartet.

Landesliga

Nach zwei Vizemeisterschaften hat sich der TSV Knittlingen mit 40:0 Punkten souverän die Bezirksligameisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga gesichert. Nach zehnjähriger Abstinenz, wollen die Fauststädter den Ruf der Fahrstuhlmannschaft los werden und sich diesmal für einen längeren Zeitraum auf Verbandsebene etablieren, was auch zu realisieren sein müsste. Den ohnehin respektablen Kader hat man mit Torhüter Florian Eitel, der von seinen Stationen Bretten, Neuenbürg und Pforzheim/Eutingen BWO-Erfahrung mitbringt, sowie den Heimkehrern Tobias Hotz (TSV Rot) und Philipp Blessing (TS Durlach) weiter qualifiziert aufgestockt. Einen ganz großen Schub dürfen Sebastian Geider und Bernd Zimmermann, die weiterhin als Spielertrainer-Duo agieren, auch von der Inbetriebnahme der vereinseigenen Richard-Wolf-Halle im Herbst dieses Jahres erwarten, denn bisher waren die Trainingszeiten und -möglichkeiten der Fauststadt-Handballer doch sehr eingeschränkt.

Wegen der Dachreparatur der Stadthalle eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten belasteten auch die Saisonvorbereitung von Landesligist HC Neuenbürg II. Trotzdem sieht man der neuen Spielrunde mit Zuversicht entgegen. Zielsetzung ist eine Platzierung zwischen Rang drei und sechs. Verstärkt wurde die Mannschaft mit Benedikt Hettich vom TV Knielingen, der Trainer Marco Langjahr auch in der Rolle des Co-Trainers unterstützt. Nicht mehr dabei sind Phil Burkhard, der in den Kader der 1. Mannschaft aufrückte, sowie Felix Klaus, der sich dem SV Langensteinbach anschloss. Vorne im Endklassement sehen die Enztäler den TSV Rintheim und die SG Odenheim/Unteröwisheim.