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Den Siegtreffer im Blick: Der zweifache Torschütze Fatih Ceylan machte mit der letzten Aktion des Spiels den 3:2-Sieg des 1. CfR Pforzheim beim 1. FC Bruchsal klar.
Den Siegtreffer im Blick: Der zweifache Torschütze Fatih Ceylan machte mit der letzten Aktion des Spiels den 3:2-Sieg des 1. CfR Pforzheim beim 1. FC Bruchsal klar. © PZ-news-Archiv
18.10.2014

Vorsicht, Hochspannung! 1. CfR Pforzheim schlägt in letzter Sekunde den 1. FC Bruchsal

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Zum 1. FC Bruchsal mitgereiste Fans des 1. CfR Pforzheim mussten eine Achterbahnfahrt der Emotionen durchleben, bevor sie am Ende mit der letzten Aktion des Spiels jubeln durften. Mit einem Last-Minute-Sieg bleiben die Pforzheimer in der Verbandsliga auf Rang 2 und können so weiter vom Aufstieg in die Oberliga träumen.

Was für ein Match: In der ersten Halbzeit war der CfR durchaus das bessere Team, doch mit dem Toreschießen wollte es nicht klappen. Nach der Pause, so schien es, waren die Bruchsaler sturmreif geschosssen. 1:0 in der 53. Minute durch Dominik Salz. 2:0 in der 65. Minute durch Fatih Ceylan. Das Zwischenergebnis spiegelte den Tabellenstand und das Kräfteverhältnis. Bis dahin zumindest.

Dann drehten die Bruchsaler auf und stürzten die Trainerbank des CfR ins Grübel und die Pforzheimer Fans ins Zittern. Marco Mayer und Isa Kaykun erzielten in der 71. und 81. Minute zwei Tore, die das Spiel wieder unheimlich spannend machten und aus dem möglichen Sieg für den CfR einen vorübergehenden Punktgewinn für Bruchsal machten.

Farbig war die Begegnung schon von Beginn an. Sieben Gelbe Karten für den FC, drei Gelbe und eine Gelb-Rote Karte für den CfR – wenn der Schiedsrichter so oft Farbe ins Spiel bringt, muss es wohl ein hart umkämpftes Match gewesen sein. Hatte er die Karten zuvor nur ab und zu einmal gezückt, musste er nach dem 2:2 die Karten im Zwei-Minuten-Takt hoch heben. Fünf Gelbe Karten sammelten sich in der Schlussphase an und die sechste gab es dann mit rotem Zusatz für Dirk Prediger vom CfR, der nach dem Geschmack des Schiedsrichters einmal zu viel gefoult hatte.

Der Platzverweis geschah in der 91. Minute. Normalerweise versuchen dann die verbliebenen zehn Mann das Ergebnis mit aller Macht zu halten, doch Fatih Ceylan schien das nicht zu interessieren. Er wollte lieber noch ein Tor schießen und erlöste mit seinem zweiten Treffer zum 3:2-Endstand für den CfR die Mitspieler, Trainer und Fans.

Mit solch einem Siegeswillen braucht dem CfR in der Verbandsliga nicht bange zu sein. Man hätte zwar in der ersten Hälfte auch schon zum Torerfolg kommen können, man hätte den 2:0-Vorsprung souveräner über die Runden bringen können, aber manchmal muss man eben auch solche harten und engen Matches mit der Brechstange und der nötigen Portion Glück gewinnen. Für herzkranke Zuschauer ist das allerdings nicht ganz ungefährlich. Mal sehen, was der CfR den Fans beim nächsten Heimspiel zumutet, denn dann kommt der Tabellendritte TSG Weinheim ins Brötzinger Tal. Hochspannung scheint vorprogrammiert zu sein.

 

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