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Holen mit dem deutschen Nationalteam erneut WM-Gold im Faustball: Anna-Lisa Aldinger (links) und Sonja Pfrommer. Foto: Pillik
Holen mit dem deutschen Nationalteam erneut WM-Gold im Faustball: Anna-Lisa Aldinger (links) und Sonja Pfrommer. Foto: Pillik
30.07.2018

WM-Gold im Faustball dank zwei Spielerinnen vom TSV Dennach

Neuenbürg/Calw/Linz. Am Tag nach dem Gewinn des Weltmeister-Titels im Faustball klang die Stimme von Sonja Pfrommer noch kratzig.

„Das kommt aber nicht vom ausgiebigen Feiern, sondern hat damit zu tun, dass es in der Linzer Arena vor 2300 Zuschauern so laut war, dass man kräftig schreien musste, um sich zu verständigen“, schildert die Dennacherin am Montag den vor allem in der Anfangsphase hart erkämpften 3:2-Finalsieg gegen die Schweiz – 11:9, 10:12, 11:7, 11:6 und 11:1 endeten die Sätze.

„Ein Wahnsinnsgefühl“

Für die in Pforzheim geborene und in Neuenbürg-Waldrennach aufgewachsene deutsche Spielführerin war es ebenso das dritte WM-Gold in Folge wie für Anna-Lisa Aldinger, ihre Vereinskameradin vom TSV Dennach, für Stephanie Dannecker und Annika Bösch (beide TSV Calw) sowie für Theresa Schröder und Hinrike Seitz (beide TV Jahn Schneverdingen).

„Wenn der letzte Ball fällt, ist das ein Wahnsinnsgefühl. Einfach unglaublich“, beschrieb Sonja Pfrommer ihre Emotionen. „Alle meine drei Titel waren hart umkämpft und sind mir gleich lieb“, resümierte die Weltklasse-Athletin. Schon 2014 in Dresden und 2016 in Curitiba in Brasilien war sie mit dem Team erfolgreich.

Angreiferin Pfrommer ist selbstkritisch: „Diese WM war nicht mein Glanzstück. Im Halbfinale lief bei mir gar nichts. Dafür haben das meine Mannschaftskameradinnen mit umso stärkeren Leistungen wettgemacht.“ Nach dem 3:2 gegen Brasilien gestaltete sich ihr Auftritt im Finale anders: Je länger die Partie dauerte, desto sicherer wurde Sonja Pfrommer.

Auch Anna-Lisa Aldinger war überwältigt: „Ich glaube, ich muss mir das alles erstmal noch einmal durch den Kopf gehen lassen, und dann kann ich es vielleicht irgendwann einmal begreifen. Aber es ist mega, mega, mega, mega, mega.“

Sonja Pfrommer macht weiter

Bundestrainerin Silke Eber bilanzierte: „Wir haben wieder sehr hart gearbeitet, um den Titel erneut zu gewinnen. Und das bei dieser Kulisse, um die ich meine Spielerinnen beneide.“ Die Bundestrainerin fügte hinzu: „Vor so einen Publikum hätte ich auch gerne einmal gespielt.“

Unterdessen darf sich die Faustball-Welt freuen: Mit ihren 28 Jahren denkt Sonja Pfrommer noch lange nicht daran, aufzuhören: „Ich habe immer noch Lust.“