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Die Dänin Anna Seilund hat sich super ins Sterne-Team integriert und schon in den ersten beiden Spielen für Keltern ihre Qualitäten gezeigt.  Foto: PZ-Archiv/Hennrich 

Warum Trainer Hergenröther mit den Rutronik Stars Keltern trotz starker Saison nicht ganz zufrieden ist.

Keltern-Dietlingen. Es läuft bei den Sternen. Das frühe Aus im EuroCup war eingeplant, dafür läuft es im Pokal (siehe auch Kasten) und in der Meisterschaft für den Basketball-Bundesligisten wie geschmiert. Von 17 Spielen hat die Mannschaft von Cheftrainer Christian Hergenröther 16 gewonnen, nur eine Partie musste man abgeben, das war am 21. Dezember bei den Flippo Baskets in Göttingen. Der Coach könnte also hochzufrieden sein, doch welcher Trainer ist schon hochzufrieden.

„Die Ergebnisse stimmen“, sagt Christian Hergenröther. „Wir haben auch eine gute Chemie. Die Mannschaft unternimmt viel zusammen.“ Was passt also nicht? „Wir sind basketballerisch nicht da, wo wir zum jetzigen Zeitpunkt der Saison eigentlich sein wollen“, sagt der 33-Jährige. Die individuelle Klasse seiner Spielerinnen würde aber einiges übertünchen.

Verletzungen, Wechsel und auch krankheitsbedingte Ausfälle würden in dieser Runde keinen reibungslosen Trainingsbetrieb zulassen, so der Coach. Es spricht aber dann für die Qualität im Kader, dass die Sterne Woche für Woche als Sieger vom Platz gehen.

Bemerkenswert: Vom Spitzenreiter rangiert keine Spielerin unter den Top10 in der Scorerliste der DBBL. Warum? Die Punkte verteilen sich auf mehrere Schultern. Keltern ist dadurch schwer auszurechnen.

Das sollen am Sonntag (16 Uhr in der Dietlinger Speiterlinghalle) auch wieder die GiroLive-Panthers aus Osnabrück zu spüren bekommen. Das Hinspiel gewannen die Sterne mit 58:78. Auch im Rückspiel wollen die Gastgeberinnen gegen den Tabellensiebten nichts anbrennen lassen. „Osnabrück ist ein Play-off-Team“, weiß Hergenröther und sieht den Gegner in der Endrunde mitmischen. „Bei ihnen entscheidet aber oft die Tagesform.“ Aus dem Spiel nehmen müssen die Sterne vor allem die Amerikanerin Brianna Lee Rollerson. Die 25-jährige Centerin war im Hinspiel mit 26 Punkten erfolgreich.

Bei den Rutronik Stars sind alle Spielerinnen für die Partie am Sonntag an Bord. Und auch Neuzugang Anna Seilund hinterlässt laut Hergenröther einen hervorragenden Eindruck. „Sie ist sehr aufnahmefähig, bescheiden und bringt unsere Hierarchien im Team nicht durcheinander“, freut er sich. Gegen Osnabrück soll der Shooting Guard an die starken Leistungen aus den vergangenen zwei Spielen anknüpfen.

Vorverkauf fürs "TOP4" beginnt

Am 21. und 22. März findet in der Dietlinger Speiterlinghalle zum zweiten Mal nach 2017 das Pokal-Finalturnier „TOP4“ der Deutschen Damen Basketball-Bundesliga statt. Qualifiziert hierfür haben sich neben dem Ausrichter Keltern auch die Teams aus Wasserburg, Nördlingen und Hannover. Am Samstag finden beide Halbfinals statt. Die beiden Sieger ermitteln am Sonntag um 16 Uhr den deutschen Pokalsieger. Zuvor, um 13 Uhr, treffen die beiden Verlierer der Halbfinals im Spiel um Bronze aufeinander.

Wer gegen wen spielt, entscheidet sich am kommenden Sonntag in der Halbzeitpause des DBBL-Spiels der Rutronik Stars gegen die Giro-Live Panthers aus Osnabrück. Am kommenden Montag beginnt der Vorverkauf. Tickets können bei der Geschäftsstelle der Rutronik Stars oder über den Ticketpartner RESERVIX online bestellt werden. Für Interessierte gibt es auch die Möglichkeit, an der Abendveranstaltung am Samstag gemeinsam mit den Teams und den Ehrengästen teilzunehmen. Das Ticket hierfür kostet 40 Euro und beinhaltet neben dem Menü auch sämtliche Getränke. Eine Turnierkarte kostet 25 Euro (ermäßigt 20 Euro), es gibt aber auch Tageskarten.

Dominique Jahn

Dominique Jahn

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