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Musste in Nürnberg frühzeitig aus dem Wasser: Benedikt Völkle. Foto: J. Keller
Musste in Nürnberg frühzeitig aus dem Wasser: Benedikt Völkle. Foto: J. Keller
28.02.2017

Wasserballer des 1. BSC Pforzheim feiern wichtigen Sieg im hitzigen Spiel

Pforzheim. Auch wenn nur zwei der möglichen vier Punkte am vergangenen Wochenende geholt wurden, die Wasserballer des 1. BSC Pforzheim beenden zumindest ihre Negativserie von fünf Ligapleiten in Folge und können sich mit verbesserter Form von den Abstiegsrängen der 2. Liga Süd distanzieren. Beim völlig verdienten und wichtigen 13:6-Auswärtssieg (3:2, 3:2, 3:1, 4:1) am Freitagabend in Nürnberg zeigten die Pforzheimer wieder ein besseres Spiel, auch wenn es einige kritische Szenen gab.

Die waren allerdings auf die äußeren Gegebenheiten zurückzuführen, denn nur ein Schiedsrichter – in der Regel sind es immer zwei – leitete die Partie. „Wegen eines fehlenden Schiris das Spiel abzusagen und nochmal nach Nürnberg zu fahren, fanden wir überflüssig, aber dadurch ergaben sich eben auch Situationen für versteckte Fouls“, erklärte Kapitän Stefan Bohnenberger. Ohne Spielertrainer Kevin Schneider, Adrian Bornbaum und dem verletzten Alexander Wottschel wurde es gegen Spielende auch eng mit Wechselmöglichkeiten, sowohl Bohnenberger selbst als auch Benedikt Völkle wurden noch mit Ersatz ausgeschlossen. „Ich habe eine Faust mit Absicht ins Gesicht bekommen und ich werde dafür ausgeschlossen. Ich habe laut ,was?‘ gerufen, dann wurde ich auch schon gerollt“, ärgerte sich der BSC-Kapitän. „Zu Benes Rolle kann ich nichts sagen, nach einer krassen Fehlentscheidung des Schiris musste ich laut lachen und wurde dann der Halle verwiesen. Aber wichtig war, dass die Mannschaft zusammenhielt und diese zwei Punkte gesichert hat.“

So mussten die Pforzheimer einen Tag später auch ohne die gesperrten Bohnenberger und Völkle beim Tabellenführer SV Weiden antreten. Da noch zwei weitere Spieler des BSC angeschlagen waren, ging man die Partie mehr oder weniger mit acht Mann an. „Die Jungs haben sich echt abgerackert im Wasser. Zwei drei ganz junge Spieler haben durchspielen müssen und sich wirklich wacker geschlagen“, lobte Bohnenberger seine Mitspieler. Am Ende hieß es 4:17 aus Sicht der Badener, doch mit der hohen Niederlage musste man rechnen.

Die Pforzheimer können sich mit dem ersten Sieg seit fünf Partien zumindest vorläufig wieder auf Platz neun vorschieben und die Abstiegsplätze – momentan von Nürnberg und Ludwigsburg besetzt – weiter hinter sich lassen.

Im Viertelfinale des SSV-Pokal trifft der BSC in einem Heimspiel mit dem wohl schwersten Los auf den SV Weiden. Der Termin steht noch nicht fest.