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Sie tanzen nicht mehr als Amateure: das SWC-Paar Anatoliy Novosolev und Tasja Schulz-Novosolev. Foto: DTV
Sie tanzen nicht mehr als Amateure: das SWC-Paar Anatoliy Novosolev und Tasja Schulz-Novosolev. Foto: DTV
11.01.2019

Wechsel zu den Profis und Trennungen beim Schwarz Weiß Club Pforzheim

Pforzheim. Glück und Glas, wie leicht bricht das... Das bekannte Sprichwort könnte auch auf so manche Tanzpaare übertragen werden. Denn: Trennungen kommen trotz großer Erfolge immer wieder vor – und das meist überraschend. Der Schwarz Weiß Club Pforzheim (SWC) weiß ein Lied davon zu singen. So hieß es zum Jahreswechsel Abschied nehmen von zwei Paaren, die wenige Wochen zuvor noch bei Weltmeisterschaften gestartet waren.

Als deutsche Vizemeister waren Anatoliy Novosolev und Tasja Schulz-Novoselov bei der Standard-WM in Wien auf dem Parkett. „2018 war ein aufregendes und erfolgreiches Jahr. Doch nun suchen wir neue Herausforderungen und sind zu den Professionals übergewechselt“, ließen sie den Deutschen Tanzsportverband, den Landestanzspotverband Baden-Württemberg und den SWC wissen. Und merkten noch an, „dass wir ohne Euch nicht da wären, wo wir heute sind.“

Getrennte Wege gehen dagegen Jan Janzen und Vitalina Bunina sowie Alin-Andrea Beca und Michelle Nazarenus, die Sieger des Latein-Jugendturniers um den „red young-Cup der Sparkasse Pforzheim Calw“ beim Goldstadtpokal 2018 sowie Zweite bei den German Open Championships. Wie so oft bei jungen Paaren sorgten auch hier unterschiedliche Interessen im Spannungsfeld zwischen Leistungssport, Schule und Ausbildung für eine Trennung.

Noch im November hatten Jan Janzen und Vitalina Bunina als deutsche Meister in der Kombination über zehn Tänze Standard und Latein an der WM in Warschau teilgenommen und das Semifinale erreicht. „Ein Schulwechsel und unterschiedliche Prioritäten führten zu einer Trennung“, wie der DTV mitteilt. Eine Entscheidung, die den beiden nicht leicht gefallen sei. Vitalina, die weiterhin in der 10-Tänze-Disziplin starten möchte, ist mittlerweile in ihre russische Heimat zurückgekehrt. Jan ist auf der Suche nach einer neuen Partnerin, mit der er sich nur noch auf das Lateintanzen konzentrieren möchte.

SWC-Präsident Bernd Roßnagel bedauert zwar den Verlust von drei Spitzenpaaren, „doch damit müssen wir immer wieder leben“, bemerkt er und blickt am heutigen Samstag, zwei Wochen vor dem Goldstadtpokal 2019 (26. Januar im CongressCentrum) gespannt nach Benidorm (Spanien), wo beim World Open-Turnier die fast ein Jahr pausierenden Maxim Stepanov und Ksenya Rybina (sie musste eine langwierige Verletzung auskurieren) ihr Comeback geben. Zuletzt waren sie beim Goldstadtpokal 2018 gestartet und hatten als zweitbestes Pforzheimer Paar den achten Platz belegt.