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Leider keinen Grund zum Jubeln gab es am Samstag für die Kelterner Sterne. Ihr Spiel musste abgesagt werden.
Leider keinen Grund zum Jubeln gab es am Samstag für die Kelterner Sterne. Ihr Spiel musste abgesagt werden. © PZ-Archiv
23.10.2016

Wegen Panne verschoben: Basketballspiel der Kelterner Sterne

Keltern-Dietlingen. Eine herbe Enttäuschung mussten die Fans und Zuschauer der Rutronik Stars Keltern am Samstagabend verdauen. Weil die Steuerkonsole der Anzeigetafel in der Dietlinger Speiterlinghalle ausgefallen war und kein Ersatzgerät zur Verfügung stand, konnte die Partie des Basketball-Bundesligisten gegen die Lions des SV Halle nicht stattfinden. Das Spiel wird nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Eine gute halbe Stunde versuchte die Technik-Crew der Rutronik Stars den Defekt zu beheben oder zumindest eine Behelfslösung zu finden – ohne Erfolg. Kontaktiert wurde sogar die Spielleitung der Damen-Basketballbundesliga (DBBL). „Beide Teams haben sich darauf geeinigt, das Spiel neu anzusetzen“, verkündete Schiedsrichter Alexander Freiwald aus Frankfurt. „Für die erste Liga wären keine professionellen Bedingungen gegeben gewesen.“

Doch aufseiten der Kelterner Gastgeber hätte man gerne gespielt, zur Not auch mit manueller Anzeigetafel und Uhr auf dem Zeitnehmertisch. „Unser Gegner hat aber Nein gesagt. Das müssen wir akzeptieren“, betonte Sterne-Vorstand Dirk Steidl. „Ich bin sehr verärgert, aber da kann kein Mensch was dafür“, sagte Steidl nach der Absage des Spiels.

Auch Trainer Christian Hergenröther hatte an der Entscheidung zu knabbern. „Es wäre eine schöne Generalprobe für das Europapokal-Spiel am Mittwoch in Ludwigsburg gewesen, damit unsere Spielerinnen in den Rhythmus kommen“, meinte Hergenröther im Hinblick darauf, dass der Gegner aus dem spanischen Girona zu den stärksten europäischen Teams zählt.

Auch Sterne-Co-Trainer Rouven Roessler, der eine ähnliche Situation schon einmal mit der BG Karlsruhe in der Männer-Bundesliga erlebt hat, sah die Absage nicht als zwingend notwendig. „Wir haben damals trotz Defekt aber gespielt“, hielt er fest.
Doch die Verantwortlichen des SV Halle blieben hart und verwiesen insbesondere auf die Schwierigkeiten bei der 24-Sekunden-Angriffsregel. „Wie die Sekunden herunterticken, hätte man vom Zeitnehmertisch manuell anzeigen müssen. Das optisch zu erfassen, wäre für die Spielerinnen ein großes Problem gewesen und entspricht nicht den Liga-Standards“, bat der Hallenser Co-Trainer Christian Steinwerth um Verständnis. 

 Weil das Hauptsteuergerät für die Anzeigentafel in der Speiterlinghalle defekt war, konnte das Spiel nicht wie geplant durchgeführt werden. Gemeinsam mit der gegnerischen Mannschaft aus Halle wurde sich schließlich auf die Verlegung des Spiels geeinigt.

Der Vorfall sei zwar peinlich für die Gastgeber, jedoch freue man sich über den Sportsgeist der Gegner, die einer Verschiebung der Begegnung zugestimmt haben. Der Termin für das neue Spiel stehe noch nicht fest, sagte der Manager des Teams.