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„Dahoim ist es doch am schönsten“, schreibt Triathlet Sebastian Kienle (links) ins Goldene Buch der Stadt Mühlacker. Oberbürgermeister Frank Schneider freut sich mit dem prominenten Bürger, ebenso wie Kienles Ehefrau Christine Schleifer. Foto: Fotomoment
„Dahoim ist es doch am schönsten“, schreibt Triathlet Sebastian Kienle (links) ins Goldene Buch der Stadt Mühlacker. Oberbürgermeister Frank Schneider freut sich mit dem prominenten Bürger, ebenso wie Kienles Ehefrau Christine Schleifer. Foto: Fotomoment
Als Zweiter lief Sebastian Kienle 2016 bei der WM auf Hawaii ins Ziel. Foto: OMORI
Als Zweiter lief Sebastian Kienle 2016 bei der WM auf Hawaii ins Ziel. Foto: OMORI
15.11.2016

Weltklasse-Triathlet Sebastian Kienle trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Mühlacker ein

Mühlacker. Sebastian Kienle ist weltweit sehr viel unterwegs. Zehntausende von Kilometern legt der Weltklasse-Triathlet jährlich schwimmend, zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder dem Flugzeug zurück. Zum Termin am Dienstag waren es Luftlinie allerdings keine 200 Meter. Von seiner Wohnung in Mühlacker schlenderte Kienle mit Ehefrau Christine Schleifer zum Rathaus. Dort wurde der 32-jährige Promi von OB Frank Schneider im kleinen Ratssaal der Senderstadt empfangen. Zum zweiten mal nach 2014, als er sensationell den Ironman auf Hawaii gewonnen hatte, durfte sich Kienle im Goldenen Buch der Stadt verewigen. Der Eisenmann, der in Mühlacker geboren und in Knittlingen-Hohenklingen aufgewachsen ist, war bei seinem Heimspiel blendender Laune. Kein Wunder, hat er doch gerade Wettkampf- und Trainingspause und genießt die Tage zuhause in Mühlacker bei seiner Familie.

Grund für die erneute Ehrung durch die Stadt sind Kienles Top-Leistungen im Jahr 2016. So wurde er im Juli in Frankfurt wieder Ironman-Europameister und belegte im Oktober im Mekka des Triathlon, in Kailua Kona auf Hawaii, einen starken zweiten Platz hinter seinem Landsmann und Freund Jan Frodeno. „Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns sehr und haben noch viel Platz in unserem Buch“, begrüßte Frank Schneider den Gast.

Sebastian Kienle betonte, dass ihm seine Heimat sehr viel bedeute. „Je mehr man unterwegs ist, desto mehr schätzt man sein Zuhause“, erklärte der Global Player. Und die Erfolge in seiner Sportart seien letztlich auch den guten Trainingsbedingungen in und rund um Mühlacker geschuldet, „vor allem im Schwimmen in unserem schönen Bad“, sagte Kienle, dessen große Stärke beim Triathlon die Radstrecke ist. Im Schwimmen, früher seine Schwäche, hat er sich in den vergangenen Jahren stark verbessert. Seit geraumer Zeit begleitet ihn seine Ehefrau bei den Wettkämpfen und den Trainingslagern. Denn Christine Schleifer, mit der Kienle seit knapp einem Jahr verheiratet ist, hat sich eine berufliche Auszeit genommen. „Wir kennen uns jetzt zehn Jahre, sind aber nie mehr als zwei, drei Monate am Stück zusammen“, sagte Schleifer bei dem Termin im Rathaus. Das wird sich jetzt ändern.

Sebastian Kienle möchte seinen Sport noch bis zum Alter von 38, 39 Jahren ausüben, „wenn ich das hohe Level halten kann und gesund bleibe.“ Im Wettkampfjahr 2017 ist natürlich der Ironman auf Hawaii wieder gesetzt, außerdem die 70.3-WM (halber Ironman) in Chattanooga/USA. Alles andere ist noch offen. Jetzt freut sich Sebastian Kienle aber erst mal sehr auf die Weihnachtszeit im Kreise seiner Familie.