760_0900_14832_.jpg Weltmeister Andrej Klimovets von der TGS Pforzheim glaubt an deutsche Handballer
Im deutschen Trikot wurde Andrej Klimovets 2007 Weltmeister. In der PZ spricht er über die neue Generation.dpa-Archiv 

Weltmeister Andrej Klimovets von der TGS Pforzheim glaubt an deutsche Handballer

Beim letzten Vorrundenspiel der Handball-WM geht es am Freitag (18.15 Uhr/ARD) in Barcelona nur noch um die Platzierung, mit der Deutschland und Frankreich ins Achtelfinale einziehen. Wie aber ist die bisherige deutsche Leistung einzuordnen? Zur Vorrunden-Analyse hat sich die PZ mit einem Mann beraten, der es wissen muss: Andrej Klimovets, Handball-Weltmeister von 2007, derzeit in Diensten des Oberligisten TGS Pforzheim

Drei Siege, eine Niederlage. Wie gut ist die DHB-Auswahl wirklich?

Deutschlands große Stärke beim 29:22-Sieg gegen Montenegro schien zu Turnierbeginn noch eine Schwäche zu sein: Anders als etwa beim 23:25 gegen Tunesien „stand die Mannschaft in der Abwehr gut und hat bei den Gegenstößen die einfachen Tore gemacht“, erklärt Klimovets. Weniger Aufwand, höhere Ausbeute – das Trickwurf-Verbot des Bundestrainers trägt Früchte. Eine Steigerung der Leistung hat Klimovets auch innerhalb der Spiele beobachtet: „Gegen Montenegro hat sich das Team anfangs schwergetan, dann aber gesteigert – und am Ende souverän gewonnen.“

Auf wen kam es bei den Siegen besonders an?

Silvio Heinevetters mäßiger Fangquote (28,8 Prozent) zum Trotz: Für Klimovets ist die Nummer eins im Tor wie auch dessen Stellvertreter Carsten Lichtlein (Fangquote 43,8 Prozent) ein wichtiger Baustein zum Erfolg: „Schließlich ist der Torhüter die Hälfte der Mannschaft.“ Ein weiterer Baustein sei die immer besser stehende Abwehr – und Steffen Weinhold: Der Rückraumakteur, Spieler des Spiels beim 33:23 gegen Brasilien, „ist sehr gut ins Turnier gekommen“, sagt Klimovets.

Welche Schwachstellen Klimovets beim deutschen Team sieht, was der Kreisläufer über die Kreisläufer denkt und wie er Patrick Groetzkis Leistung einschätzt: All dies erklärt er morgen in der Pforzheimer Zeitung.