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Gut lachen hatten die Spieler von Bayern München nur am Anfang des Spiels gegen Wolfsburg. Da gingen sie nämlich mit 1:0 in Führung. Am Ende gab es nur ein 1:1 - und die versprochene Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze blieb aus. Nun spricht alles für eine Dortmunder Meisterschaft.
Gut lachen hatten die Spieler von Bayern München nur am Anfang des Spiels gegen Wolfsburg. Da gingen sie nämlich mit 1:0 in Führung. Am Ende gab es nur ein 1:1 - und die versprochene Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze blieb aus. Nun spricht alles für eine Dortmunder Meisterschaft. © dpa
15.01.2011

Wer kann Dortmund aufhalten? Pflichtsieg für VfB

Borussia Dortmund ist der große Gewinner des Rückrundenstarts in der Fußball-Bundesliga. Die schärfsten Verfolger des souveränen Tabellenführers konnten am Samstag allesamt nicht gewinnen. Einen Tag nach dem 3:1-Sieg des BVB (46 Punkte) beim Verfolger Bayer Leverkusen (33) kamen die Bayern (30) am Samstag nur zu einem 1:1 beim VfL Wolfsburg. Zweiter ist trotz des 0:1 beim VfB Stuttgart der FSV Mainz (33).

Werder Bremen gelang mit dem 2:1 gegen 1899 Hoffenheim der erhoffte positive Start ins neue Jahr, der Tabellenletzte Borussia Mönchengladbach schöpfte mit dem 1:0 beim 1. FC Nürnberg neuen Mut im Abstiegskampf. Der FC St. Pauli kam trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2 gegen den SC Freiburg. Deshalb ist der Sieg des VfB Stuttgart so wichtig für die Schwaben (16. Platz, 15 Punkte) gewesen, denn im Kampf gegen den Abstieg haben die Konkurrenten im Tabellenkeller ebenfalls gepunktet. Nur Köln (Rang 17, 15 Punkte) hat noch nicht gespielt. Ein Sieg am Sonntag in Kaiserslautern und die Stuttgarter sind wieder Vorletzter.

Die Münchner mussten ihren Gang nach Wolfsburg doppelt teuer bezahlen: Franck Ribéry musste früh verletzt vom Platz, für ihn kam Saisondebütant Arjen Robben. In einer turbulenten Partie brachte Nationalspieler Thomas Müller (7. Minute) die Gäste nach einem Assist von der neuen Nummer 1 Thomas Kraft und einem Fauxpas von VfL-Keeper Diego Benaglio in Führung. Im ersten Spiel seit dem Weggang von Angreifer Edin Dzeko blieben die Hausherren in der Offensive lange harmlos, ehe Sascha Riether doch noch zuschlug (86.) und dem in der Kritik stehenden Coach Steve McClaren Rückendeckung gab. Philipp Lahm hatte zuvor einen Foulelfmeter an den Pfosten (21.) gesetzt, anschließend meisterte Kraft seine erste Bewährungsprobe mit Bravour, als er einen Grafite-Strafstoß parierte (45.+3).

Die Mainzer, eine der Positiv-Überraschungen der Hinrunde, konnten mit dem ersten Ligaspiel im neuen Jahr nicht zufrieden sein. Die Rheinhessen, die noch nie beim VfB gewinnen konnten, schienen lange den abstiegsbedrohten Schwaben ein 0:0 abzutrotzen. Doch Angreifer Martin Harnik (79.) traf in der Schlussphase noch zum Heimsieg für die Schwaben.

Während die Stuttgarter eventuell vor einer Aufholjagd stehen, ist diese bei Schalke 04 gerade gestoppt worden. Hatten die Schalker zuletzt mit Siegen den Abstand zum Tabellenkeller deutlich vergrößert, so ist die 0:1-Heimpleite gegen den Hamburger SV ein erster Rückschlag. Für den HSV traf Ruud van Nostelrooy. Das 1:0 geht in Ordnung, denn die Schalker konnten das gesamte Spiel über nicht dominieren.

Nach ihrer miserablen Hinrunde gelang den Bremern mit dem 2:1 gegen Hoffenheim ebenfalls ein guter Start in die zweite Halbserie. Werders großer Hoffnungsträger Claudio Pizzaro (36.), der lange schmerzlich vermisst worden war, ließ die Bremer Fans im ersten Durchgang jubeln. 1899 verpatzte dagegen im ersten Spiel nach dem Abschied von Luiz Gustavo die Liga-Premiere des neuen Cheftrainers Marco Pezzaiuoli. Nach dem Ausgleich durch Boris Vukcevic (87.) sorgte Torsten Frings (90.+2) für den Werder-Erfolg.

In Nürnberg zeigte Mönchengladbach, dass trotz der Horror- Hinrundenbilanz von nur zehn Punkten der Glaube an den Klassenverbleib keine Utopie sein muss. Die mit drei Neuen angetretenen Borussen kamen durch den Siegtreffer von Roman Neustädter (8.) nach Vorlage von Winter-Zugang Mike Hanke zum «Dreier» bei den Franken. Keeper Christofer Heimeroth hielt bei einem Strafstoß von Javier Pinola den immens wichtigen Auswärtssieg fest.

Der St. Pauli konnte seine Position im Tabellenkeller indes nicht entscheidend verbessern, bleibt aber am Millerntor gegen die Freiburger weiter ohne Niederlage. Nachdem Keeper Thomas Kessler einen fragwürdigen Handelfmeter von SC-Torjäger Papiss Demba Cissé (11.) gehalten hatte, traf Kapitän Marius Ebbers (13.) per Kopf für die schwächste Offensive der Liga. Für den zweiten Treffer der Hausherren sorgte der eingewechselte Gerald Asamoah (68.). Cissé (61./75.) glich aber jeweils aus und zog mit seinen Saisontreffern 14 und 15 am bisherigen Liga-Toptorjäger Theofanis Gekas vorbei.

Komplettiert wird der 18. Spieltag am Sonntag mit den Partien Eintracht Frankfurt - Hannover 96 und 1. FC Kaiserslautern - 1. FC Köln.