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Bei der Taktikbesprechung kann es schon mal lauter werden: Christian Hergenröther und die Rutronik Stars Keltern. Foto: Becker
Bei der Taktikbesprechung kann es schon mal lauter werden: Christian Hergenröther und die Rutronik Stars Keltern. Foto: Becker
Kritik ist angebracht, aber nur mit den richtigen Worten: Matthias Cullmann, Ex-Trainer der HSG Pforzheim.  Foto: Becker
Kritik ist angebracht, aber nur mit den richtigen Worten: Matthias Cullmann, Ex-Trainer der HSG Pforzheim. Foto: Becker
12.02.2016

Wie schwierig ist es, eine Damen-Mannschaft zu trainieren?

Ana-Maria Kammer verließ völlig überraschend aus persönlichen Gründen die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern. Turbulenzen gab es zuletzt auch wegen zwei Spielerinnen beim Handball-Drittligisten HSG Pforzheim, infolgedessen unter anderem Trainer Matthias Cullmann seinen Rücktritt bekanntgab. Zwei Vorkommnisse, die die Frage aufkommen lassen: Ist es schwierig ist, eine Damen-Mannschaft zu trainieren? Und wenn ja, warum? Die Antworten geben drei Trainer, die es wissen müssen.

Für die PZ wurden befragt: Christian Hergenröther, 29 Jahre, coacht in der zweiten Saison die Rutronik Stars in der Basketball-Bundesliga der Frauen. Philipp Michalzick, 33 Jahre, betreut seit fünf Jahren die Oberliga-Fußballerinnen des FV Niefern. Und Matthias Cullmann, 33 Jahre, der knapp zwei Jahre die HSG trainierte und jetzt ebenso über seine Erfahrungen spricht, wie seine Kollegen, die gerne mit Frauen-Mannschaften arbeiten.

Was sind die Gründe für den berühmt berüchtigten Zickenkrieg?

Michalzick: „Der Konkurrenzkampf. Männer können mit diesem vielleicht einen Tick besser umgehen, weil sie schon früh in den Jugendteams damit konfrontiert werden. Frauen dagegen erst später, wenn der Leistungsdruck – wie bei uns in der Oberliga – steigt.“

Hergenröther: „Mit einem Zickenkrieg musste ich mich bisher nicht auseinandersetzen.“

Cullmann: „Bei den Frauen kocht manches eben schneller hoch. Sie bringen auch gerne mal private Probleme mit ins Training. Männer sind da gelassener. Frauen wollen dagegen ein Problem immer klären. Und wenn es zum Streit kommt, können sie extrem nachtragend sein.“

Was ist der größte Unterschied bei der Betreuung einer Damen-Mannschaft im Vergleich zu einem Herren-Team? Wo ticken die Frauen anders?

Michalzick: „Die Frustrationsquote ist bei Frauen schneller erreicht als bei Männern. Wenn es mal nicht so läuft, schalten sie ganz schnell ab.“

Hergenröther: „Man muss vor allem mit Kritik vorsichtig sein und immer die richtigen Worte finden. Kritisiert man Männer, wollen sie dir im nächsten Training oder Spiel beweisen, das sie es besser können. Kritisiert man Frauen falsch, bedeutet das den Sargnagel: Sie sind beleidigt und ziehen von dannen.“

Cullmann: „Kritik vor versammelter Mannschaft kann nach hinten los gehen. Oft fühlen sich die Frauen dann missverstanden.“

Wie feiern Frauen Kabinenfeste?

Michalzick: „Deutlich exzessiver als Männer.“

Cullmann: „Mit Dips und Rohkost, aber den gleichen Liedern.“

Hergenröther: „Da gibt es keine Unterschiede.“

Das ganze Interview in voller Länge lesen Sie als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite. oder am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.