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05.05.2015

Wie setzen sich die Einnahmen eines Bundesliga-Vereins zusammen?

Der Bau großer Stadien, Spielergehälter, Ablösezahlungen und weitere Ausgaben in Millionenhöhe belasten die Vereinskassen der deutschen Bundesligavereine. Sechs große Einnahmequellen sichern die Existenz der nationalen Vereine.

Der hohe Bekanntheitsgrad und die Beliebtheit der Bundesliga sorgen für eine große Interessengemeinschaft. Durch Spielertransfers, Spielerträge, Werbung, mediale Wertung und weitere Faktoren werden die Vereinskassen aufgestockt. Der Gesamterlös lag damit bei 2,2 Milliarden Euro in der 1. Fußball-Bundesliga während der Saison 2013/2014. Unterstützt werden die Vereine durch die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH. Sie organisiert den Spielbetrieb, vermarktet die Liga und die Überwachung der Bilanzen der deutschen Vereine. Durch Merchandising, Mitgliedschaftsbeiträge, Spenden, Prämien und Abstellungen erzielen sie weitere Einnahmen. Diese Erlöse lagen insgesamt bei 249 Millionen Euro in der Fußballsaison 2013/14.

Die kleineren Einnahmequellen der Fußballvereine

Wechselt ein Vertragsspieler während eines bestehenden Vertrages den Verein, dann erhält dieser Vertragspartner des Spielers eine Entschädigungssumme. Die Höhe orientiert sich am aktuellen Marktwertes des Fußballspielers und wie viel ein Verein mit diesem Spieler erzielen könnte. Welche Spieler zum Verkauf stehen, kann man auf der Transferliste einsehen. Die höchste Ablösesumme, mit 94 Millionen Euro, wurde 2009 für Cristiano Ronaldo an Manchester United gezahlt. In der Saison 2013/14 der 1. Fußball-Bundesliga brachte der Faktor Transfer 171 Millionen Euro ein.

Bei jedem Spiel können Fußballbegeisterte und Interessierte unterschiedliche Eintrittskarten kaufen. Die Einnahmen nennt man Spielerträge. Um den Verkauf der Karten kümmert sich das sogenannte Ticketing. In Deutschland fallen die Eintrittspreise vergleichsweise niedrig aus, da man auch einkommensschwachen Fans die Möglichkeit bieten möchte, ein Spiel zu besuchen. In der Saison 2013/14 waren es 483 Millionen Euro, die den Vereinskassen der deutschen Bundesliga zu Gute kamen.

Die beiden größten Erlöseinnahmen der 1. Bundesliga

Die zweitgrößte Einnahmequelle der Fußballbundesliga ist der Faktor Werbung, durch den die Vereine innerhalb der Saison 2013/2014 insgesamt 640 Millionen einnehmen konnten. Werbespots, Sponsoring und weitere Werbeverträge mit unterschiedlichen Unternehmen sorgten dafür. Spieler, Trainer, Manager und Vereinsequipment tragen dann das Logo des Sponsors. Die Werbeverträge sind oftmals zeitlich begrenzt. Das mediale Interesse, welcher Verein von wem gesponsert wird, ist groß. Laut Fussball-wetten.com wird der 1. FC Bayern München in der kommenden Saison möglicherweise von dem Buchmacher Tipico statt bwin gesponsert. Wer der Sponsor des Rekordweltmeisters ist, hat gute Chancen einen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen. In dem genannten Fall werden unter anderem die Spieler das Logo von tipico auf ihren Trikots tragen. Als „Platin Partner“ wird tipico fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Sponsorpartner übernehmen ebenso laufende Kosten oder zahlen eine Pauschale für das Tragen der Werbung. Die Werbungmaßnahmen hat einen gemeinsamen Nutzen für den Verein und den Sponsor. Sie fördern gegenseitig ihre Bekanntheit.

Insgesamt 717 Millionen Euro brachte der Verkauf der Fernsehrechte. Die sogenannte mediale Verwertung der Vereine der Fußball-Bundesliga Haupteinnahmequelle in der Saison 2013/14 gewesen. 2010/2011 stand die Werbung noch auf Platz eins der Einnahmequellen. Diese positive Entwicklung ist der DFL geschuldet. Sie vermarktet die Übertragungsrechte zentral und verteilt dann die Erlöse an die Vereine. Die Einnahmen konnten durch ein spezielles Bieterverfahren in den letzten Jahren gesteigert werden.