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Vor dem Spiel provozierten so genannte KSC-Fans im Team-Hotel von RB Leipzig. Danach wurde im Wildparkstadion auf die nicht ganz feine Art der Unmut über das Vereinsmodell des "Red Bull"- und RB-Leipzig-Besitzers gezeigt. © dpa
09.03.2015

Wieder Fan-Randale beim Karlsruher SC: RB Leipzig an An- und Abreise gehindert

Die schlechten Nachrichten rund um die Fans des Karlsruher SC reißen nicht ab. Nach dem Montagsspiel hinderten 200 Anhänger des Zweitligisten den Sportdirektor des RB Leipzig, Ralf Rangnick, am Verlassen des Karlsruher Wildparkstadions, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Vertreter des KSC und das Sicherheitspersonal hätten den aufgebrachten Mob jedoch beruhigen können, gegen vier Fans seien Platzverbote ausgesprochen worden. Der Mannschaftsbus konnte laut Polizei um 23.30 Uhr das Gelände mit Verspätung schließlich verlassen.

Bildergalerie: Karlsruher SC spielt gegen RB Leipzig

Schon vor dem Spiel fielen 20 sogenannte Fans des Karlsruher SC negativ auf. Nach Informationen von KSC-Präsident Ingo Wellenreuther seien sie am späten Nachmittag im Team-Hotel von Gegner RB Leipzig in Herxheim in der Lobby aufgetaucht und hätten sich provokativ verhalten.

Wellenreuther kritisierte das Verhalten der Anhänger. „Ich weiß nicht, was so eine Aktion soll“, sagte er kurz vor dem Spiel. Der Leipziger Mannschaftsbus fuhr verspätet vom Hotel ab, die Partie im Wildparkstadion konnte aber pünktlich beginnen.

Bedenklich stimmt auch, das Zweitligist RB Leipzig ein Fußball-Jugendcamp in Halle/Saale abgesagt hat, weil im Internet Drohungen gegen das Trainingscamp für Kinder ausgesprochen wurden. Bei RB Leipzig kennt man solche Attacken und Provokationen. Fans des KSC hatten zum Beispiel im Hinspiel, das der KSC mit 1:3 verloren hatte, die Fahrt nach Leipzig kollektiv nicht angetreten, um gegen das Vereinsmodell von RB Leipzig, das der österreichische Unternehmer Dietrich Mateschitz („Red Bull“) initiiert hat, zu protestieren.

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