760_0900_95359_TGS_Abwehr_2.jpg
Auch bei der Abwehrarbeit wird TGS-Torjäger Florian Taafel (Mitte) als zentrale Figur den Rest der Saison fehlen.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

Wiedergutmachung gefordert: TGS Pforzheim will sich daheim gegen Haßloch rehabilitieren

Pforzheim. Nach zwei Auswärtsniederlagen, vor allem aber nach der indiskutablen Vorstellung im Nordbaden-Derby bei den Rhein-Neckar Löwen II, wird von Handball-Drittligist TGS Pforzheim am Samstag (19.00 Uhr, Bertha-Benz-Halle) gegen die TSG Haßloch Wiedergutmachung gefordert.

Kapitän Florian Taafel kann nicht mithelfen, die Scharte auszuwetzen. Die im Spiel bei den Junglöwen zugezogene Knieverletzung wurde zwischenzeitlich als Meniskusriss diagnostiziert. Der TGS-Torjäger wird Anfang kommende Woche operiert, damit ist für ihn die Saison 2018/2019 gelaufen.

„Wenigstens kein Kreuzbandriss“, hat sein Vater Wolfgang Taafel, Handball-Abteilungsleiter bei der TGS, dem bitteren Ausfall auch etwas Positives abgewonnen. Dabei wäre das Mitwirken des Kapitäns wichtig, denn vor allem der Rückraum der Wartberger war in der Östringer Stadthalle das Sorgenkind, ermöglichte dem Gegner zu Beginn der Partie mit unvorbereiteten Abschlüssen und vielen Ballverlusten Tempogegenstöße in Serie.

Für Taafel wird wohl Yanez Kirschner erstmals mit der Stammsieben und in der Rolle des Spielmachers auflaufen, Roy James dürfte längere Einsatzzeiten als bisher erhalten – auch im Angriff. Da der Gast aus der Pfalz mit einer konsequenten 6:0-Deckung erwartet wird, werden die Räume für die Männer am Kreis dieses Mal eng sein, dies bedeutet, dass das Durchsetzungsvermögen und die Würfe aus der zweiten Reihe passen müssen.

Ob Andrej Klimovets Lukas Salzseeler und Christopher Bregazzi wieder beauftragen wird, in der Abwehr offensiv zu agieren, bleibt abzuwarten. In der zweiten Spielhälfte in Östringen hat es funktioniert, zu Balleroberungen und Treffern geführt.

Mit der TSG Haßloch stellt sich der letzte Deutsche Feldhandball-Meister (1975) vor. In der Halle hat es nicht so gut geklappt. Nach einem Zwischentief gelang in der Saison 2015/2016 die erstrebte Rückkehr in die 3. Liga, in der man vergangene Saison mit dem vierten Tabellenplatz endgültig Fuß fasste. In der laufenden Runde vermochte die erfahrene und körperliche robuste Mannschaft wegen einer ganzen Reihe knapper Niederlagen (darunter auch den 27:29 im Vorrundenvergleich) nicht ganz so gut abschneiden, sollte aber mit 21:23-Zählern nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Die Leistungsträger im Team von Trainer Tobias Job sind der Lette Elvjis Borodovskis und Kevin Seelos im Rückraum, sowie der schnelle und torgefährliche Linksaußen Florian Kern.