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Kein Durchkommen: Immer wieder wurden die Angriffsbemühungen der Pforzheim Wilddogs (helle Trikots) von den Biberach Beavers früh gestoppt.Foto: J. Keller
Kein Durchkommen: Immer wieder wurden die Angriffsbemühungen der Pforzheim Wilddogs (helle Trikots) von den Biberach Beavers früh gestoppt.Foto: J. Keller
16.04.2018

Wilddogs verlieren das erste Heimspiel der Saison gegen Biberach

Pforzheim. Der Fehlstart des Meisters ist perfekt. Nachdem die Pforzheim Wilddogs schon zum Saisonauftakt in der 3. Liga Baden-Württemberg bei den KIT Engineers in Karlsruhe den Kürzeren gezogen hatten, gab es für das American-Football-Team nun auch im ersten Heimspiel gegen die Biberach Beavers mit 18:27 (12:13) eine Niederlage. Dabei war die Partie über weite Strecken offen. Biberach nutzte seine Chancen aber besser.

Rund 700 Besucher begrüßten die Mannschaften auf dem Holzhof lautstark. Eigentlich hatten die Gastgeber zum Spielbeginn Ballbesitz, aber der Kick-Off Return geriet zum Fiasko. Der Ball wurde verloren und nur drei Spielzüge später war der Quarterback der Gäste, Michael Van Deripe, mit dem Ball in der Endzone. 0:6 stand es nach weniger als einer Minute. Die Wilddogs waren geschockt, konnten aus ihrem ersten Ballbesitz nichts machen. Die Gäste hingegen waren beflügelt; Patrice Huber legte mit einem 40-Yard Fang nach und Biberach führte 13:0.

Jetzt platzte auch der Knoten bei den Wilddogs. Pünktlich zum zweiten Viertel drehte die Mannschaft auf. David Gauß lief über 60 Yards zur Endzone und sorgte für das 6:13. Weil die Gäste danach trotz guter Spielzüge in der eigenen Hälfte durch Strafen auf der Stelle traten, bekam Pforzheim den Ball in guter Position und marschierte schnell bis auf fünf Yards an die Endzone. Chris Treister brachte dann den Ball mit einem beherzten Quarterback-Sneak in der Endzone. Beim 12:13-Pausenstand war alles wieder offen.

Die Beavers mussten dann auch gleich den Ball zur zweiten Halbzeit wieder abgeben, das Momentum schien mit den Wilddogs. Doch auch der Wilddogs-Angriff wurde schnell gestoppt. Biberach stellte jetzt um, übte mit der sogenannten No-Huddle-Offense maximalen Druck aus. Die Strategie ging auf. Das Duo Michael Van Deripe und Spencer Payne sorgten zweimal hintereinander direkt für Punkte. Der Angriff der Beavers stürmte über den Platz und ging mit 27:12 in Führung. Die Pforzheimer Defensive war nun standfest und im letzten Spielviertel schaffte es David Gauß noch einmal in die Endzone. Der Versuch einer Two-Point-Conversion schlug aber fehl. So stand es 18:27. Und am Ende fehlte den Wilddogs dann die Zeit, um noch weiter aufzuholen.

Gegner nutzt Fehler aus

„Die Ergebnistafel spiegelt nicht ganz die Leistung auf dem Platz wieder, es hätte auch knapper, oder anders ausgehen können“, analysierte Abwehrkapitän Michael Lang von den Wilddogs. „Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe, die Beavers haben unsere einzelnen Fehler konsequent genutzt und uns fehlte hin und wieder der finale Zug.“

Quarterback Chris Treister lässt den Kopf trotz der zweiten Niederlage nicht hängen „Das Spiel war gut und die Stimmung im Stadion grandios. Wir waren besser als beim KIT, aber es gibt noch ein paar kleine Probleme, die es zu beheben gilt.“ Ähnlich sieht das Head-Coach Ambort Taylor: „Wir wurden zum Start etwas überrumpelt, haben uns aber gut zurückgekämpft. Das Spiel war kein Vergleich zum Auftakt in Karlsruhe. Aber wir müssen einiges noch überarbeiten.“

Organisatorisch lief dafür alles gut. „Wir haben uns von unserer besten Seite gezeigt, die Stimmung war fantastisch und das Wetter traumhaft“, freute sich der Vorsitzende Kai Höpfinger.

Die Wilddogs haben jetzt erstmal ein Wochenende Pause, bevor das zweite am 29. April gegen die Heilbronn Miners ansteht.