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Quarterback Chris Treister sah gegen Straubing kein Land.  Gienger
Quarterback Chris Treister sah gegen Straubing kein Land. Gienger
25.09.2017

Wilddogs wollen kommende Saison wieder angreifen

Straubing. Die Überraschung blieb aus. Nach der 14:54-Niederlage im Play-off-Hinspiel haben die Wilddogs Pforzheim auch das Rückspiel mit 0:48 bei den Straubing Spiders verloren. Die Bayern steigen somit in die 2. Bundesliga auf, die Wilddogs bleiben in der 3. Liga (die PZ berichtete).

Trotz der herben Niederlage zu Hause, ließen sich die Wilddogs die Erfahrung Play-Offs nicht nehmen und reisten nach Straubing. Dabei hatten Sie auch einige Jugendspieler die nun zu den Herren wechseln, oder vor Ort auch gleich ihr Debut haben durften. Den Münzwurf entschieden die Wilddogs noch für sich und entschieden sich dafür den Ball in der zweiten Hälfte zu erhalten.

Die Spiders machten da weiter, wo sie im Hinspiel aufgehört hatten. Mit dem Kick-off trugen sie den Ball in die Endzone: 7:0 nach gerade einmal fünf Sekunden Spielzeit. Die rund 50 mitgereisten Pforzheimer Fans ließen sich davon aber nicht beeindrucken und feuerten ihr Team unentwegt an. Auch als Straubing wenig später einen Pass auf Felix Dorn abfing und auf 14:0 erhöhte. Der anschließende Drive der Wilddogs führt zum Punt, und einem Punt-Return-Touchdown der Gastgeber, somit stand es 21:0 am Ende des ersten Spielviertels.

Während des gesamten Spiels hatten die Wilddogs keine Chance gegen die extrem druckstarke Defense der Spiders. Ersichtlich wurde das, in dem Quarterback Chris Treister sich weit zurückbewegen musste, um Platz für einen Pass zu haben. So entstanden wunderschöne lange Pässe, die aber in der Summe nur für wenig Raumgewinn sorgten. Zur Halbzeit führte Straubing 34:0.

Schrecksekunde in der zweiten Halbzeit: Pforzheims Tobias Schmidt blieb nach einem Helm-zu-Helm-Angriff kurzzeitig bewusstlos am Boden liegen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Am späten Abend dann die Entwarnung: Schmidt wurde nach Hause entlassen. Mit einem brummenden Schädel registrierte er die 0:48-Niederlage seines Teams.

„Straubing war beim Heimspiel bereits die bessere Mannschaft und sie haben es vollkommen verdient, in die zweite Bundesliga zu kommen. Ich wünsche dem Team alles Gute für die Zukunft. Wir hingegen wissen jetzt, was noch zu tun ist und auch was wir verbessern müssen. Ich bin stolz auf jeden, der heute hier dabei war und alles gegeben hat. Besonders auf unsere Jugendspieler, die unerschrocken gezeigt haben, dass sie auch gegen einen solchen Gegner bestehen können, das zeigt die Qualität unserer Jugendarbeit“, meinte Wilddogs-Vorstand Kai Höpfinger nach der Partie.

Die Wilddogs gehen somit in die footballfreie Zeit. Langeweile kommt aber nicht auf, jeder Spieler hat einen Kraft- und Ausdauertrainingsplan zur Hand. Defense-Captain Michael Lang: „Wir wissen, was wir tun müssen um nächstes Jahr wieder vorne dabei zu sein. Das Ziel ist klar: 2018 wollen wir wieder vorne dabei sein und uns als das Team to Beat in der Regionalliga etablieren.“ pm