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Der Erfolg von Jennie Wolf war für die deutsche Mädchen-Auswahl bei der EM in Zagreb zu wenig fürs Weiterkommen. Foto: Steinbrenner
Der Erfolg von Jennie Wolf war für die deutsche Mädchen-Auswahl bei der EM in Zagreb zu wenig fürs Weiterkommen. Foto: Steinbrenner
10.07.2016

Wilferdingens Tischtennis-Nachwuchs bei EM: Freude bei Tu, Frust bei Wolf

Wenna Tu greift bei den 59. Jugend-Europameisterschaften in Zagreb am Montag um 11.00 Uhr nach ihrer ersten Medaille. Das Tischtennis-Nachwuchstalent des TB Wilferdingen erreichte mit der deutschen Schülerinnen-Auswahl das Viertelfinale – außerdem gehören Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten), Sophia Klee (SC Niestetal) und Laura Tiefenbrunner (SV DJK Kolbermoor) zum Quartett von Bundestrainerin Lara Broich.

Noch ein Sieg bis Bronze

Sollte das Spiel gegen die an Position zwei gesetzte Mannschaft aus Polen gewonnen werden, hätten die Broich-Schützlinge bereits Edelmetall in der Tasche, denn Platz drei wird nicht ausgespielt. Polen ist allerdings eindeutiger Favorit, sagt die 14-Jährige aus Wilferdingen, und ergänzt: „Wir haben keinen Druck und können völlig befreit aufspielen.“

Die Bilanz von Wenna Tu in der kroatischen Hauptstadt kann sich sehen lassen. Keines ihrer drei Einzel wurde bislang verloren. Beim wichtigen 3:2-Erfolg in der Gruppenphase gegen die Ukraine punktete die Drittligaspielerin doppelt und zeigte eine nervenstarke Vorstellung. Auch im Achtelfinale gegen Griechenland ließ Tu nichts anbrennen und wies Ioanna Gerasimatou mit 11:7, 11:4 und 11:8 in die Schranken.

Ehrenpunkt zu wenig

Große Enttäuschung dagegen bei Jennie Wolf. Die Spielerin aus Ersingen verpasste mit dem Mädchen-Quintett den Sprung in das Viertelfinale – das Team verlor zum Auftakt der Endrunde gegen Aserbaidschan 1:3. Wolf hatte durch ihren 11:3-, 11:7- und 11:6-Erfolg gegen Simeng Deng zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt, doch für die Wende reichte es nicht mehr. Julia Kaim (SV Böblingen) und Luisa Säger (DJK Offenburg) mussten sich gegen die aus China stammenden und mit aserbaidschanischen Pässen ausgestatteten Mädchen jeweils nach vier Sätzen geschlagen geben.

Durch den verpassten Sprung in das Viertelfinale ist damit auch schon jetzt klar, dass die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) nicht an der Jugend-WM in Kapstadt (30. November bis 7. Dezember) teilnehmen wird. Dazu hätte mindestens der fünfte Platz belegt werden müssen. „Wir sind natürlich sehr traurig. Jetzt gilt es, die drei Positionsspiele noch zu gewinnen und damit mindestens Rang neun zu belegen“, gab sich Wolf aber kämpferisch.