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02.10.2009

Wird jetzt beim KSC alles besser?

KARLSRUHE. Wird jetzt beim Karlsruher SC alles besser? Kommt der Aufstieg und das neue Stadion? PZ-Sportchef Udo Koller analysiert die Lage nach der jüngsten Präsidentenwahl.

Mit dem Brettener Oberbürgermeister Paul Metzger als neuem Vereinschef brechen beim Karlsruher SC neue Zeiten an. Muss jetzt auch alles neu – und besser – werden? Mit Sicherheit nicht.

Selbst der Bundesliga-Abstieg im Sommer und das drohende Minus von zwei Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr sollten nicht davon ablenken, dass beim KSC in den vergangenen Jahren längst nicht alles so schlecht war, wie es von vielen heute empfunden wird.

In der Amtszeit von Hubert H. Raase wurde der Verein wirtschaftlich wieder auf ein starkes Fundament gestellt und ist heute selbst sportlich weiter, als es viele noch vor fünf Jahren zu hoffen wagten. Das war auch ein Verdienst von Manager Rolf Dohmen und Trainer Edmund Becker.

Dennoch ist auch die Kritik in einigen Punkten nachvollziehbar. Der sportliche Abschwung, der eineinhalb Jahre währte, konnte nicht gestoppt werden. Bei den Vermarktungserlösen treten die Badener auf der Stelle. Und ein neues Stadion scheint weiter weg als je zuvor.

Als Sündenbock haben viele hartgesottene KSC-Anhänger seit längerem Dohmen ausgemacht. Dass der Manager unter dem neuen Präsidenten Paul Metzger eine Zukunft im Verein hat, ist eher unwahrscheinlich.

Die drei Kandidaten für das Präsidentenamt hatten es im Vorfeld der Wahlen noch einfach. Wie Oppositionspolitiker vor einer Wahl konnten sie zugleich alles kritisieren und alles versprechen. Paul Metzger muss nun zeigen, dass er auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einige Dinge tatsächlich besser machen kann, als sein Vorgänger. Und er muss Gräben zuschütten, die im Dreikampf um das Präsidentenamt aufgerissen wurden. Beides sind keine leichten Aufgaben.