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Ein hartes Stück Arbeit hatten Andreas Trick (rechts) und seine Nöttinger Mitspieler zu erledigen, ehe im Hinspiel der knappe 1:0-Sieg gegen Reutlingen feststand.
Ein hartes Stück Arbeit hatten Andreas Trick (rechts) und seine Nöttinger Mitspieler zu erledigen, ehe im Hinspiel der knappe 1:0-Sieg gegen Reutlingen feststand. © Becker/PZ-Archiv
17.03.2011

Wittwer: Dem Schlendrian beim FC Nöttingen keine Chance

NÖTTINGEN. Vier Spiele im neuen Jahr – vier Siege: Die Bilanz 2011 des FC Nöttingen in der Fußball-Oberliga ist glänzend. Jetzt soll am Samstag (15.00 Uhr) beim SSV Reutlingen der nächste Erfolg her.

Überhaupt ist die Nöttinger Bilanz in dieser Saison prächtig. Mit 13 Punkten Vorsprung thront das Team von Michael Wittwer an der Tabellenspitze. Davon kann Gastgeber Reutlingen nur träumen. Jahrelang kämpfte das schwäbische Team gegen die Insolvenz. In der vergangenen Saison ging dieser Kampf verloren. Das bedeutete für den Regionalligisten den Zwangsabstieg in die Oberliga. Und dort fristen die SSV-Kicker derzeit auf Rang 13 ein eher kärgliches Dasein.

Kritik trotz Sieg

In Nöttingen bekämpft Wittwer immer wieder energisch den Spannungsabfall, der angesichts der komfortablen Tabellensituation droht. Vor einer Woche gab der FCN-Trainer nach dem 3:0-Heimsieg gegen Weinheim wieder den Griesgram. Ganz und gar nicht habe ihm der Auftritt seiner Truppe gefallen.

Was er zu bemängeln hatte, wollte der FCN-Coach seinen Kickern gestern Abend mit Video-Bildern aus der Weinheim-Partie noch einmal vor Augen führen. Beim Training zu Wochenbeginn setzte Wittwer auf Tempoverschärfung: Aggressiver, konzentrierter, enger am Gegenspieler waren dabei die Vorgaben.

Personell haben die Nöttinger keine Sorgen, ganz im Gegenteil. Winterneuzugang Matteo Monetta ist auf dem Sprung zurück in den Kader, nachdem sich der Angreifer eine Innenbandverletzung am Knie zugezogen hatte. Große Veränderungen in der Aufstellung wird es vorerst also nicht geben. Das könnte sich aber bald ändern, denn mit dem Nachholspiel am kommenden Dienstag beim FC Walldorf steht eine englische Woche an. „Dann beginnt die Zeit, in der man Blessuren nicht auskurieren kann und auch mal einzelne Spieler schonen muss“, weiß Nöttingens Trainer, dass er seine Bankspieler demnächst schon noch brauchen wird.

Hartes Stück Arbeit erwartet

In Reutlingen erwartet Wittwer morgen ein hartes Stück Arbeit. Schon beim 1:0-Sieg im Hinspiel durch ein spätes Tor von Metin Telle tat sich Nöttingen schwer. Und Reutlingen ist unter Druck, nachdem es zuletzt ein 0:3 nach ganz schwacher Leistung in Hollenbach gab. Ein weiteres Abrutschen Richtung Abstiegsplätze droht. „Noch einmal spielen die nicht so schlecht“, erwartet Wittwer einen Gegner, der zumindest läuferisch und kämpferisch alles geben wird.

Angesichts der Umstände ist man in Reutlingen mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden. Trainer Lothar Mattner musste zum Rundenbeginn um die Routiniers Andreas Rill und Manuel Weidmann, die noch die Zweitliga-Zeiten zu Beginn des Jahrhunderts erlebt haben, mit 20 Neuzugängen ein ganz neues Team formen.